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Zwischenfälle in Zwickau : Pyro-Wahn: Blutet Hansa mit Punkten?

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach den Zwischenfällen von Zwickau droht Rostock die nächste Sanktionsstufe

svz.de von
erstellt am 22.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Der massive Einsatz von Pyrotechnik durch unverbesserliche Chaoten im Fanblock des FC Hansa beim Auswärtsspiel am Montagabend in Zwickau (2:2) könnte die Rostocker im Nachhinein noch teuer zu stehen kommen. Denn gemäß Paragraph 44, Absatz 2, Bestimmung L der Satzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) droht dem ostdeutschen Traditionsverein als Wiederholungstäter ein Punktabzug. Alle bisherigen Vorstufen der Bestrafungen wurden vom DFB bereits gegen den Club verhängt, so wie zum Beispiel Bestimmung K, der eine Platzsperre oder Spielaustragung unter Ausschluss oder Teilausschluss der Öffentlichkeit beinhaltet. Erst am 28. Januar 2017 musste der FC Hansa sein Heimspiel gegen Jahn Regensburg (0:0) als sogenanntes „Geisterspiel“ austragen.


Anfang der zweiten Hälfte kurz vorm Abbruch


Dabei hatten die Ostseestädter in Zwickau noch Glück, dass Schiedsrichter Pascal Müller (Löchgau) die Partie zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht abgebrochen hat. Denn nachdem sich der Referee aufgrund von Pyrotechnik im Hansa-Block – teilweise flogen Raketen aufs Spielfeld – kurz nach Beginn der Partie für eine zweieinhalbminütige Unterbrechung entschied und beide Mannschaften in die Kabine schickte, hätte der 27-Jährige gemäß den Richtlinien das Spiel bei einer weiteren Unterbrechung vorzeitig beenden können. Und die Gefahr bestand durchaus, da auch nach Wiederanpfiff großflächig Pyrotechnik im Hansa-Block gezündet und erneut aufs Feld – diesmal in den Zwickauer Strafraum – geworfen wurde. Zum Glück aus Sicht der Rostocker war das Spielgeschehen zu dieser Zeit in der Hansa-Hälfte, und bis es sich verlagerte, war der sogenannte Blinker aus. Schiedsrichter Müller hatte die Situation stets im Blick.

Ob dem FC Hansa nun der eine Punkt vom 2:2 bleibt oder abgezogen wird oder sogar noch weitere – das muss die Sportgerichtsbarkeit des DFB entscheiden. Doch die Chancen für die Rostocker, ungestraft zu bleiben, stehen wahrscheinlich schlecht, denn fast in jedem Spiel gibt es einen Zwischenfall, wie zum Beispiel zuletzt daheim gegen Halle, als ein Spruchband gegen RB Leipzig mit provokantem und gewaltverherrlichendem Inhalt gezeigt wurde. Im Zusammenhang mit Ereignissen in Großaspach wurde der Verein zu einer Geldstrafe von 4000 Euro verurteilt. So vergleichsweise glimpflich dürfte der FC Hansa in diesem Fall wohl nicht davonkommen.

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