FC Hansa Rostock : Punkt für die Moral

Nachlässigkeiten werden in dieser 3. Fußball-Liga bestraft – das musste die Hansa-Defensive mit Marcus Hoffmann (links), Matthias Henn und Keeper Marcel Schuhen in Dresden lernen. Doch mit Willen und Kampf holten sie noch ein Unentschieden. (Hier eine Szene aus der Partie gegen Holstein Kiel mit Maik Lucowicz und Kai Schwertfeger)
Nachlässigkeiten werden in dieser 3. Fußball-Liga bestraft – das musste die Hansa-Defensive mit Marcus Hoffmann (links), Matthias Henn und Keeper Marcel Schuhen in Dresden lernen. Doch mit Willen und Kampf holten sie noch ein Unentschieden. (Hier eine Szene aus der Partie gegen Holstein Kiel mit Maik Lucowicz und Kai Schwertfeger)

Nach dem Remis gegen Dresden geht die Truppe von Trainer Christian Brand positiv in die weiteren Spiele.

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23. März 2016, 05:00 Uhr

Insgesamt 16 Gegentore in zwölf Drittliga-Partien hat der FC Hansa Rostock unter Cheftrainer Christian Brand kassiert, hielt aber auch sechsmal den Kasten sauber. Zuletzt gegen Tabellenführer Dynamo Dresden kassierten die Hanseaten das 1:2 gerade einmal fünf Minuten nachdem ihnen der Ausgleich gelungen war.

„Es gibt ja auch ein Momentum: Wenn man einen Treffer erzielt, hat man wieder etwas zu verlieren und zieht sich zurück. Es sind zwei, drei Minuten ins Land gegangen, wo wir einfach zu tief standen“, erklärt Brand. Dabei befand auch Keeper Marcel Schuhen, dass die Rostocker den Liga-Primus – mit seinen Top-Torjägern Justin Eilers (18 Treffer) und Pascal Testroet (16)– gut im Griff hatten: „Wir waren auf den Gegner sehr gut eingestellt, wussten, wie Dresden agiert.“ Doch nach dem 1:1 wirkten die Hanseaten unkonzentriert und nachlässig, sie zogen sich mehr zurück, ließen Dresden gefährlich nah vors Tor kommen. „Deswegen war ich nach dem Spiel auch nicht zufrieden. Da haben wir wirklich darum gebettelt, noch eins zu kriegen. Wir haben uns hinten reinfallen lassen. Das ist ja ein Phänomen im Fußball“, so Schuhen.

Erklären können sich dies die Innenverteidiger Matthias Henn und Marcus Hoffmann auch nicht. „Wir waren nicht woanders. Wir hatten einmal einen zu leichten Ballverlust, wo ich die Kugel auch genau durch die Beine gespielt bekomme. So ist das, wenn du das Bein lang machst, spielt der Gegner den Ball durch die Beine, wenn du sie zu machst, legt er ihn vorne vorbei. Die Entscheidung ist schwierig. Und dann waren wir kurz unsortiert“, resümiert Henn. Dem pflichtet Marcus Hoffmann bei: „Wir kriegen in der 88. Minute völlig dumm, weil wir das eigentlich besser verteidigen können, ein Ding. Dabei wäre mehr drin gewesen.“

Etwas Positives bleibt für die beiden – und die Fans: der Kampfgeist der Truppe. „Wir haben danach nicht aufgesteckt – und verdient noch das 2:2 gemacht“, so Henn. Doch die Tabellensituation hat sich weiter nicht verbessert – den FCH trennen nur zwei Punkte vom Abstiegsplatz. „Dennoch ist der Punkt schon wichtig, gerade auch als Zeichen an die anderen Mannschaften, dass der Aufschwung, den wir in den vergangenen sechs Spielen hatten, nicht von ungefähr kommt. Ich denke, uns haben in Dresden nicht viele Leute etwas zugetraut. Aber wir sind auch in der Lage, gegen solche Teams zu bestehen. Für die Mannschaft, fürs Selbstvertrauen und für die Moral ist dieser Punkt schon sehr wichtig“, ist sich Henn sicher und Marcus Hoffmann geht noch weiter: „Wir haben jetzt ein positives Gefühl, weil wir viel geackert haben.“

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