zur Navigation springen

Undiszipliniertes Verhalten : Pannewitz fliegt aus dem Profikader

vom

Kevin Pannewitz hat den Bogen überspannt. Allein in dieser Saison ist „Panne“ schon zum fünften Mal negativ aufgefallen. Bereits zum Trainingsauftakt erschien er mit Übergewicht und verspätet zum Training.

svz.de von
erstellt am 01.Nov.2011 | 07:12 Uhr

Rostock | Kevin Pannewitz hat den Bogen endgültig überspannt. Manager Stefan Beinlich und Trainer Peter Vollmann blieb nach den neuesten Eskapaden des 20-Jährigen nichts anderes übrig, als den Youngster aus dem Profikader des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock zu werfen. Am Montag erschien der Kicker wiederholt mit Übergewicht und verspätet zum Training. Daraufhin wurde er kurzfristig suspendiert und für gestern Mittag ein Krisengespräch anberaumt. Und auch zu diesem kam der talentierte Mittelfeldmann gemeinsam mit seinem Berater Willy Kausch zwölf Minuten zu spät. Die Unterredung an sich dauerte kaum eine halbe Stunde. "Wir haben Kevin Pannewitz auf unbestimmte Zeit suspendiert. Er wird unter den gleichen Voraussetzungen wie zuletzt beim Profikader am Training der zweiten Mannschaft teilnehmen", erklärte Beinlich.

Das heißt, sollte "Panne" sein Höchstgewicht von 84 Kilogramm nicht einhalten, stehen für ihn Waldläufe anstatt Einheiten mit der Reserve auf dem Programm. Auf Einsätze in der Oberliga kann er sowieso nicht hoffen. "Er wird kein Spiel absolvieren", so der Manager.

Zudem will der Verein versuchen, den sprunghaften Gewichtsveränderungen des Spielers auf den Grund zu gehen. "Es ist angedacht, dass er sich in Berlin medizinisch durchchecken lässt. Das wird in den nächsten ein, zwei Wochen passieren", verriet Beinlich.

Für die Rostocker ist der "Quasi-Rauswurf" des zuletzt leistungsstarken "Sechsers" sportlich ein enormer Verlust. Dennoch waren die Verantwortlichen nach den jüngsten Zwischenfällen zum Handeln gezwungen: "Wir reden immer davon, dass Disziplin und Ordnung das Wichtigste sind. Und dann haben wir einen Spieler dabei, der sich daran nicht hält. Aber wir können unser Ziel nur gemeinsam erreichen. Daher blieb uns keine andere Wahl. In einer Einzelsportart ist man nur für sich alleine verantwortlich. Beim Mannschaftssport betrifft es das gesamte Team."

Allein in dieser Saison ist Pannewitz jetzt schon zum fünften Mal negativ auffällig geworden. Bereits zum Trainingsauftakt erschien er mit zuviel Gewicht. Neben einer Zechtour Ende Juli kam er zwei weitere Male mit mehr als den erlaubten 84 Kilogramm zum Training und musste daraufhin alleine Waldläufe absolvieren. Und am Montag brachte der Kicker das Fass dann endgültig zum Überlaufen - Übergewicht und zu spät zur Vormittagseinheit.

Wenngleich die Tür noch nicht ganz zu ist, dürfte eine Rückkehr auf den Rasen im Trikot des FCH mehr als schwer werden: "Ein kleiner Spalt ist noch offen, wenngleich es ein ganz langer Weg ist. Er muss jetzt für sich die richtigen Entscheidungen treffen, erkennen, dass Profifußball ein Job und kein Hobby ist. Wir haben ihm in den vergangenen anderthalb Jahren schon eine Menge Ratschläge und Tipps gegeben."

Ob Pannewitz verstanden hat, dass seine Zukunft auf dem Spiel steht, ist fraglich. Ohne Kommentar setzte er sich in den Maserati seines Beraters. Anschließend brausten beide grinsend davon. Den Eindruck von Reue vermittelte er jedenfalls nicht...

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen