6 Teams dabei : Osten in der 3. Fußball-Liga stark vertreten

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24. Juli 2014, 20:42 Uhr

In Energie Cottbus und Dynamo Dresden sind zwei echte Schwergewichte dazugekommen, als Geheimfavorit wird der Hallesche FC gehandelt: Der Osten ist in der 3. Fußball-Liga so stark vertreten wie nie. Erstmals seit Einführung der Klasse im Jahr 2008 kommen sechs Teams aus den neuen Bundesländern.

Absteiger Dresden geht mit einer großen Hypothek in die morgen beginnende Saison. Nach den Ausschreitungen beim letzten Zweitliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld wurden die Dynamos vom DFB mit einer achtmonatigen Bewährungsstrafe bedacht. Passiert in der Zeit wieder etwas, dürften das folgende Heimspiel nur noch 7000 eigene Fans miterleben.

Sportlich setzt Dynamo nach dem enttäuschenden Abstieg auf einen Neuanfang. Der neue Trainer Stefan Böger erhielt zehn externe Neuzugänge und vier Spieler aus der eigenen Jugend. Ein einstelliger Tabellenplatz soll am Ende der Saison herausspringen.

Ähnlich groß ist der Einschnitt bei Mitabsteiger Cottbus: Neuer Präsident, neuer Trainer, neue Mannschaft. Bei den Lausitzern wurde jeder Stein umgedreht. Von den Leistungsträgern sind nur noch Keeper René Renno und Abwehrchef Uwe Möhrle, der von 2002 bis 2005 insgesamt 60 mal in der Bundesliga für den FC Hansa spielte, dabei. 15 neue Spieler muss Trainer Stefan Krämer integrieren. Zum Saisonziel wollte sich Krämer nicht konkret äußern. „Wir wollen eine schlagkräftige Truppe aufbauen und das Vertrauen der Zuschauer zurückgewinnen“, lautet sein Credo.

Der Hallesche FC hat sich zum Geheimfavoriten der Liga gemausert. Die vergangene Saison schloss die Elf von Trainer Sven Köhler als Tabellenneunter ab, jetzt wurde das Team gezielt verstärkt. Als Königstransfer gilt Ivica Banovic, der Mittelfeldstratege kam aus Cottbus. Auf die Hallenser wartet am Samstag gleich das erste Derby, wenn der Chemnitzer FC zu Gast ist.

Die Sachsen haben nicht so hohe Ansprüche für die neue Saison. Die Mannschaft von Trainer Karsten Heine hat ein komplett neues Gesicht. Viele der jungen Spieler verfügen über keinerlei Drittliga-Erfahrung, so dass es für die Chemnitzer zunächst nur um den Klassenerhalt gehen kann.

Der Langzeit-Plan des FC Rot-Weiß Erfurt sieht vor, dass 2016 der Aufstieg in die 2. Liga vollzogen wird. Nach Platz zehn im vergangenen Jahr sollten sich die Erfurter in der neuen Saison etwas steigern und einen einstelligen Platz anstreben.

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