Offenbach, Braunschweig und Sandhausen sind die Favoriten

<strong>Hansa-Trainer Peter Vollmann</strong> will mit seinem Team im oberen Mittelfeld mitspielen und hofft auf einen langen Atem. <foto>Georg Scharnweber</foto>
Hansa-Trainer Peter Vollmann will mit seinem Team im oberen Mittelfeld mitspielen und hofft auf einen langen Atem. Georg Scharnweber

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23. Juli 2010, 05:57 Uhr

Leipzig | "Mission Impossible" für Hansa Rostock, TuS Koblenz und Rot Weiss Ahlen? Den Zweitliga-Absteigern trauen die Trainer der dritten Fußball-Liga überraschend wenig zu. Sie haben sich bei einer Umfrage, bei der Mehrfachnennungen möglich waren, eher auf Traditionsteams wie Eintracht Braunschweig und Kickers Offenbach sowie auf den SV Sandhausen festgelegt. Alle drei Clubs kamen auf jeweils 14 Nennungen - ein klares Votum für dieses Trio. Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht bestätigt die Rolle der Eintracht als Anwärter für Liga zwei. "Wir wollen um den Aufstieg spielen. Letztes Jahr sind wir Vierter geworden und wollen uns verbessern", sagte Lieberknecht vor dem heutigen Saisonauftakt gegen Dynamo Dresden. Der 2:1-Sieg im Testspiel gegen Schalke 04 hat der ohnehin schon großen Begeisterung der Eintracht-Fans noch einmal einen Schub verliehen. "Ich habe danach bewusst auf die Euphorie-Bremse getreten", sagte Lieberknecht. Er vertraut zunächst der eingespielten Mannschaft aus dem Vorjahr. Von den vier Zugängen holte sich in der Vorbereitungsphase keiner einen Platz in der Start-Elf.

Offenbach-Coach Wolfgang Wolf sieht die Favoritenrolle nicht so eindeutig. "Es gibt zehn Mannschaften in der Liga, die um den Aufstieg spielen. Und es gibt zehn Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen", meinte er.

Der Wiederaufstieg unter den drei Absteigern wird am ehesten den Rostockern mit sieben Nennungen zugetraut. Doch Hansa-Trainer Peter Vollmann lässt Vorsicht walten: "Unser Ziel für diese Saison ist es, im oberen Mittelfeld mitzuspielen. Und wenn wir einen langen Atem haben, reicht es vielleicht auch für mehr."

Für die Trainer der Aufsteiger SV Babelsberg 03, VfR Aalen und 1. FC Saarbrücken zählt vor allem der Klassenverbleib. Aber auch Carl Zeiss Jena setzt primär auf ein weiteres Jahr in Liga drei. "Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein, alles andere ist mit unseren knappen finanziellen Mitteln illusorisch", sagte Trainer Jürgen Raab. Einen einstelligen Tabellenplatz peilen neben dem Trio der Aufstiegsfavoriten und Hansa Rostock auch Rot-Weiß Erfurt, Wacker Burghausen, Werder Bremen II sowie die SpVgg Unterhaching an.

Einige Fußball-Lehrer enthielten sich eines Favoritentipps - darunter Hermann Gerland vom FC Bayern II. Dresdens Coach Matthias Maucksch will eine Saisonvorgabe mit seinem Team erst noch festlegen: "Ein konkretes Ziel besprechen wir erst intern, weil sich ja auch die Spieler damit identifizieren müssen."

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