FC Hansa Rostock : Nur Remis zum Abschluss

Überzeugt bei seinem ersten Drittliga-Einsatz für den FC Hansa: Torwart Eric Gründemann strahlt Ruhe aus und ist bei den brenzligen Situationen (13., 50., 54.) zur Stelle. Den 1:1-Ausgleich des Chemnitzer FC kann er aber nicht verhindern.
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Überzeugt bei seinem ersten Drittliga-Einsatz für den FC Hansa: Torwart Eric Gründemann strahlt Ruhe aus und ist bei den brenzligen Situationen (13., 50., 54.) zur Stelle. Den 1:1-Ausgleich des Chemnitzer FC kann er aber nicht verhindern.

Rostocker landen nach 1:1 in Chemnitz auf Rang sechs.

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13. Mai 2018, 20:45 Uhr

Mit einem 1:1-Unentschieden verabschiedet sich Fußball-Drittligist FC Hansa von der Saison 2017/18. Beim bereits abgestiegenen Chemnitzer FC vor 9197 Zuschauern in der community4you-Arena sind die Rostocker früh in Führung gegangen und haben wenige Sekunden vor dem Abpfiff nach einer umkämpften Partie den Ausgleich kassiert.

Für einen bei den Gästen hatte dieses Spiel, bei dem es um nichts mehr ging, einen ganz besonderen Charakter: Eric Gründemann, dritter Torwart des FCH, durfte sein Profi-Debüt für die Hanseaten geben.

„Es war ein unbeschreibliches Gefühl, auch vor dieser Kulisse. Ich bin glücklich, dass ich ein gutes Spiel gemacht habe“, sagt Gründemann. Bereits nach dem Heimspiel gegen den Halleschen FC (4:2) hatte Cheftrainer Pavel Dotchev dem Keeper mitgeteilt, dass er in Chemnitz zum Einsatz kommen werde. „Es war meine Idee, ihm die Möglichkeit zu geben, sich in einem Meisterschaftsspiel zu zeigen. Eine wirkliche Drucksituation ist doch noch mal anders als ein Trainingsspiel“, erklärt Dotchev und ergänzt: „Ich wollte auch im Hinblick auf die neue Saison wissen, was wir an ihm haben. Er hat sehr viel Ruhe ausgestrahlt, gute Reaktionen gezeigt und ein sehr gutes Spiel gemacht.“

In Vorbereitung auf diese Partie hat sich Gründemann auch Tipps von Stammkeeper Janis Blaswich geholt. „Er hat eine gute Saison gespielt und einige Erfahrung mehr als ich, da habe ich schon auf ihn gehört. Ich bin relativ kühl an die Sache rangegangen – dadurch habe ich Ruhe bewahrt.“ Beim Schuss von Myroslav Slavov zum Ausgleich (90.+1) konnte der 19-Jährige allerdings nichts machen. „Klar, ich kann mir heute nichts vorwerfen, da bin ich froh drüber. Aber späte Gegentore tun immer weh.“

Mit diesem einen Zähler haben die Rostocker eines ihrer Ziele bereits verpasst: den fünften Tabellenplatz zu verteidigen. Mit 60 Punkten belegen sie in der Abschlusstabelle Rang sechs.

„Das ist sehr bitter. Das war unser Ziel für die letzten Spiele. Und es ist sehr ärgerlich, dass wir das in der letzten Minute verspielt haben“, sagt FCH-Stürmer Pascal Breier, der in der 4. Minute von einem Abwehrfehler des Chemnitzers Marc Endres profitierte und zu seinem sechsten Treffer für Rostock einnetzte. „Das Ende des Spiels passt zu unserer Saison, denn immer wenn wir ein wenig oben dran waren, haben wir die Punkte liegenlassen“, analysiert Pascal Breier. Nichtsdestotrotz sieht er die absolvierte Serie als eine „ordentliche Saison. Aber die 3. Liga ist so ausgeglichen, wenn man die Chance hat, oben mitzuspielen, muss man diese nutzen.“

Bleibt den Rostockern nun das Landespokalfinale in Neustrelitz in einer Woche
gegen den FC Mecklenburg Schwerin, Vierzehnter der Oberliga Nordost/Nord, um die Saison doch noch gut abzuschließen. „Es gibt für uns nur den Pokalsieg, etwas anderes zählt für uns nicht“, verspricht Pascal Breier.

Dotchev: „Wir sind auf einem sehr guten Weg“

 

Mit 60 Punkten schließt der FC Hansa Rostock mit dem sechsten Tabellenrang die 3. Fußball-Liga in der Saison 2017/18 ab – das beste Ergebnis des Traditionsvereins seit dem Abstieg vor gut sechs Jahren.

Das Ziel, das sich Cheftrainer Pavel Dotchev vor der Spielzeit selbst gesteckt hat, im ersten Tabellendrittel zu landen, konnte sich der 52-Jährige erfüllen. „Ich bin sehr glücklich und freue mich für den Verein. Es war eine sehr lange, anstrengende Saison für uns alle. Aber wir sind auf einem sehr guten Weg. Wir müssen dran bleiben und hartnäckig sein. Ich freue mich über jedes Spiel mit Hansa.“

Ein besonderes Lob hat er dann doch noch für die Fans: „Es ist toll, dass uns so viele begleitet haben zum Abschluss, obwohl es um nichts mehr ging. Deshalb macht mir jedes Spiel Spaß. Ich bin froh, hier Trainer zu sein.“

Auch deshalb richtet der Trainer den Blick schon auf die kommende Spielzeit, in der er wieder einen neuen Kader zusammenstellen muss. „Um gut zu bleiben, müssen wir uns nun verbessern. Ich weiß, dass alles andere als Platz sechs im kommenden Jahr zu wenig sein wird. Ich habe nicht viel Zeit, um mich zu erholen“, so Dotchev.

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