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Protesten gebeugt : Nur 700 Karten für Hansa Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gastgeber 1. FC Magdeburg strebte zunächst sogar einen kompletten Ausschluss der Gästefans an

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Der 1. FC Magdeburg beugt sich den Protesten der Fans: Der geplante Ausschluss von Hansa-Anhängern bei dem als Hochsicherheitsspiel eingestuften Drittliga-Ost-Derby am 5. März in der MDCC-Arena  zwischen dem 1. FCM und dem FC Hansa wurde zurückgenommen. Die Vereinsverantwortlichen entschieden, den Ostseestädtern ein  Gästekarten-Kontingent von 700 personalisierten Tickets bereitzustellen.

Aufgrund der polizeilichen Einschätzung der aktuellen  Sicherheitsbedenken und Gefahrenprognosen war sogar erwogen worden,  das Traditionsduell   ganz ohne Gästefans auszutragen. Ein entsprechender Antrag wurde durch die Magdeburger  beim Deutschen Fußball-Bund eingereicht.

Diese Meldung sorgte für viel Unmut bei dem Verein Fanszene Rostock, der die Pläne  bereits am Montagabend auf sozialen Netzwerken verbreitete. 

Beide Fan-Lager zeigten sich entrüstet. „Ein Fußballspiel ohne Gästefans ist kein Fußballspiel, das wird sicherlich auch jeder Fan des 1. FC Magdeburg so sehen“, heißt es seitens der Fanszene Rostock. Magdeburger Anhänger zeigten sich solidarisch. „Wir fordern die Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg auf, Stellung und Position für Fußballspiele mit Gästefans zu beziehen und allen Konsequenzen zum Trotz dies gegenüber der Polizei zu vertreten“, schreibt beispielsweise die Ultra-Gruppe „Blue Generation“ auf ihrer Website.

Zudem erklärte die Gruppe, weder einen Ausschluss der Hansa-Fans noch eine Reduzierung der  Gästetickets   zu akzeptieren. Zu eben dieser Entscheidung ist der Heimverein in Gesprächen mit der Landeshauptstadt Magdeburg und der zuständigen Polizeibehörde  gekommen.

Im Hinspiel am 23. September 2015 in Rostock  hatte es Ausschreitungen gegeben. Die Partie stand nach mehrfachen Unterbrechungen  vor dem Abbruch. Die Polizei nahm 85 Personen fest. Hansa wurde zu 30 000 Euro Geldstrafe und einem „Geisterspiel“ auf Bewährung verurteilt, der 1. FCM musste 6000 Euro zahlen.

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