FC Hansa Rostock : Nur 0:0 – Fans pfeifen Hansa aus

Einen Schritt zu spät: Wie so oft im Spiel gegen Würzburg – hier Hansa-Kapitän Tobias Jänicke (links) gegen die Würzburger Clemens Schoppenhauer und Keeper Robert Wulnikowski – zogen die Rostocker in den entscheidenden Momenten den Kürzeren.
Einen Schritt zu spät: Wie so oft im Spiel gegen Würzburg – hier Hansa-Kapitän Tobias Jänicke (links) gegen die Würzburger Clemens Schoppenhauer und Keeper Robert Wulnikowski – zogen die Rostocker in den entscheidenden Momenten den Kürzeren.

Rostocker Drittligist ist nun seit zwölf Spielen sieglos

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08. November 2015, 21:00 Uhr

Der FC Hansa tritt auf der Stelle. Am 16. Spieltag der 3. Fußball-Liga kamen die Norddeutschen gegen Neuling Würzburger Kickers über ein 0:0 nicht hinaus. Die 9050 Zuschauer im Ostseestadion quittierten das Resultat nach dem Schlusspfiff mit einem Pfeifkonzert. Nach dem zwölften Spiel in Folge ohne Sieg – acht Unentschieden, vier Niederlagen – bleiben die Rostocker weiter als Vorletzter im Tabellenkeller hängen.

Hansa-Trainer Karsten Baumann ließ nichts unversucht und schickte sein Team in einem 3-5-2-System auf den Platz. Die Dreier-Abwehr bildeten dabei Henn, Hoffmann und Dorda. Der eigentliche Rechtsverteidiger Ahlschwede agierte als rechter Mittelfeldmann, phasenweise sogar als Rechtsaußen. Der 25-Jährige verbuchte auch die erste nennenswerte Szene. Nach feinem Zuspiel von Gottschling lief er auf den gegnerischen Kasten zu. Doch anstatt gleich den Abschluss zu suchen, schlug er noch einen Haken und wurde anschließend beim Schussversuch geblockt. Den Abpraller setzte Andrist per sehenswertem Seitfallzieher über den Querbalken (23.). Das Gestänge sollte auch kurz vor der Pause eine Rolle spielen. Nach einem Eckball kam das Kunstleder zu Kofler, der aus 20 Metern abzog. Sein abgefälschter Ball klatschte gegen die Latte und sprang ins Feld zurück (45.). Kurz zuvor hatte Kapitän Jänicke nach Hereingabe von Gardawski per Kopf knapp den Würzburger Kasten verfehlt (41.). Der FC Hansa war ohne zu glänzen dem Führungstor nahe, doch es wollte einfach nicht fallen.

Nach dem Wechsel war von den Hanseaten nicht mehr viel zu sehen. Die Gäste stabilisierten sich. Bisweilen hatte es den Anschein als seien die Ostseestädter müde. Oftmals fehlte die Konzentration und der Mut in ihren Aktionen. Die Kickers witterten ihre Chance und hatten durch den ehemalige Rostocker und jetzigen Würzburger Kapitän Shapourzadeh zwei gute Einschussmöglichkeiten (51./knapp drüber, 90.+1/Schuhen pariert). Die beste Chance der Gäste vergab Schoppenhauer, der mit einem Kopfball nach Ecke FCH-Schlussmann Schuhen zu einer Glanzparade (77.) zwang. Gemessen an den gesamten 90 Minuten ist das Unentschieden leistungsgerecht. Während die Würzburger damit jedoch leben können, ist es für den FC Hansa zu wenig. In acht Heimspielen gab es lediglich einen Sieg.

Trotz der Negativserie sitzt Hansa-Coach Karsten Baumann fest im Sattel. „Mich interessieren die Serien nicht“, sagt Sportvorstand Uwe Klein und erklärt, was ihm Hoffnung macht: „Wenn man sieht, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Jeder hat für den anderen gefightet hat. Das zeigt, dass die Mannschaft gewillt ist. Wenn es dann im Moment nicht funktioniert hat, ist es wichtig, dass sie weitermacht und nicht den Kopf in den Sand steckt. Wir müssen uns erhobenen Hauptes dem nächsten Spiel stellen.“ Mit Trainer Karsten Baumann? „Ja“, bekräftigt Klein.

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