FC Hansa Rostock : Noch mal vor großer Kulisse

72 Pflichtspiel-Einsätze, je drei Tore und Vorlagen, 30 gelbe Karten und einmal Rot in zwei Jahren: Mittelfeld-Abräumer Dennis Erdmann, dessen Vertrag nicht verlängert wird, bekommt heute noch einmal die Chance, sich von den Hansa-Fans zu verabschieden.
72 Pflichtspiel-Einsätze, je drei Tore und Vorlagen, 30 gelbe Karten und einmal Rot in zwei Jahren: Mittelfeld-Abräumer Dennis Erdmann, dessen Vertrag nicht verlängert wird, bekommt heute noch einmal die Chance, sich von den Hansa-Fans zu verabschieden.

Bis zu 18 000 Zuschauer werden zum letzten Heimspiel des FC Hansa in dieser Saison im Ostseestadion erwartet

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13. Mai 2017, 08:00 Uhr

Eine große Kulisse wartet auf den FC Hansa heute im letzten Heimspiel der Saison 2016/17 im Ostseestadion. Bis zu 18 000 Fans – ein paar hundert aus Thüringen – bilden einen würdigen Rahmen für das Duell gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Der Anstoß erfolgt bereits um 13.30 Uhr.

Während die Kogge den Klassenerhalt sicher hat, geht es für die Blumenstädter noch um den Verbleib in der 3. Liga. Zwei Punkte hat die Truppe von Trainer Stefan Krämer aktuell Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Wenngleich Rot-Weiß vor zwei Jahren im Saisonfinale mit einem 1:0 gegen die SpVgg Unterhaching den FC Hansa quasi rettete, so sind Gastgeschenke nicht zu erwarten. „Erfurt ist mir durchaus sympathisch. Ich mag auch Stefan Krämer. Er ist ein toller Kollege, der unter schweren Bedingungen einen guten Job macht. Aber wir wollen hier, wenn bis zu 18 000 Zuschauer kommen, nichts verschenken. Das sind wir auch allen anderen Mannschaften schuldig, die ebenfalls im Tabellenkeller hängen. Da geht es auch ums Fairplay“, sagt Hansa-Trainer Christian Brand, der hofft, dass sein Team bei allen Nebengeräuschen die richtige Spannung über 90 Minuten entwickeln kann: „Bei allen Freibier-Aktionen, auslaufenden Verträgen und Vertragsverhandlungen ist das Spiel gegen Erfurt am Sonnabend das Wichtigste.“

Dementsprechend dürfte der Coach auch keine großen Änderungen oder gar Experimente in der Start-Elf vornehmen, zumindest wenn man das Abschlusstraining im Ostseestadion betrachtet. Wie schon in Kiel wird Joshua Nadeau in der Innenverteidigung neben Matthias Henn auflaufen. Die defensiven Außen bilden Maximilian Ahlschwede und Christian Dorda, mit denen der Verein verlängern möchte.

Im Mittelfeld wird möglicherweise Stephan Andrist fehlen. An Stelle des mit sieben Toren treffsichersten Schützen dürfte Christopher Quiring auflaufen, der seinen Infekt auskuriert hat. Dies ist gewiss ein Vorgriff auf die neue Saison, wenn der Ex-Unioner den Schweizer ersetzen soll.

Auch Stephan Andrist verlässt den FC Hansa

Bei vielen Hansa-Fans wird vor dem Anpfiff der heutigen Partie gegen den FC Rot-Weiß Erfurt doch eine gewisse Wehmut aufkommen. Denn vor dem letzten Saison-Heimspiel 2016/17 werden einige Spieler offiziell vom Verein verabschiedet. Seit gestern steht auch fest, dass der beste Torschütze der vergangenen beiden Jahre, Stephan Andrist, in Zukunft nicht mehr für den FC Hansa auflaufen wird. „Ich möchte mich für die zwei Jahre, die ich hier sein durfte, bedanken. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, für die Kogge zu spielen. Danke an die Fans für den großartigen Support und an meine Teamkollegen. Ich werde die Zeit hier in Rostock immer in guter Erinnerung behalten“, so der Schweizer, der in 73 Pflichtspielen insgesamt 24 Treffer erzielen konnte.

Neben seinem Abschied machte der Verein gestern auch den zu erwartenden Abgang von Aleksandar Stevanovic offiziell. „Mit ,Aleks’ geht zweifelsohne ein großer Sympathieträger, der sich von der ersten Minute an voll und ganz mit Hansa identifiziert hat. Er ist ein Spieler mit großer fußballerischer Qualität, der sich auch nach seinen Verletzungen immer wieder zurückgekämpft und nie aufgegeben hat“, so René Schneider, Vorstand Sport beim FC Hansa.

Das Sextett, das heute vom Verein verabschiedet wird, komplettieren Stamm-Schlussmann Marcel Schuhen, Mittelfeld-Abräumer Dennis Erdmann, Offensivtalent Kerem Bülbül und Ersatzkeeper Samuel Aubele. Ihr Abgang wurde bereits in den vergangenen Tagen vom Club kommuniziert.

„Eine Verabschiedung ist wichtig. Ich glaube, das gab es in den Jahren zuvor gar nicht. Damit haben wir in der vergangenen Saison erst wieder angefangen, weil ich das für einen besonderen Punkt halte“, erklärt Hansa-Coach Christian Brand.

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