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Hansa Rostock : Nicht aus eigener Kraft, aber gerettet

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa bleibt trotz 1:2 bei Dynamo Dresden in der 3. Liga

von
erstellt am 25.Mai.2015 | 20:30 Uhr

Der FC Hansa steigt trotz eines 1:2 bei Dynamo Dresden nicht aus der 3. Fußball-Liga ab. Klar hätte es die Mannschaft am liebsten aus eigener Kraft geschafft, ohne Schützenhilfe, „aber auch wenn bei uns zum Schluss die Luft raus war, wir das schon drei Wochen früher hätten eintüten können: Wir haben eine gute Rückrunde gespielt und können uns jetzt freuen“, sagte Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede.

Und unterm Strich war es ja doch die eigene Kraft, mit der die Rostocker vier Punkte minus zur Winterpause in letztlich zwei plus umwandelten. „Darauf dürfen wir stolz sein. Es war insgesamt zwar eine Scheiß-Saison, aber die Rückrunde hat uns gerettet. Ich bin sauer, dass wir es hier in Dresden wieder vergeigt, aber zugleich glücklich, dass wir trotzdem die Klasse gehalten haben“, so Standard-Spezialist Christian Bickel.

Im alles entscheidenden Spiel vor 29 534 Zuschauern, darunter knapp 2000 FCH-Fans, mussten Kapitän Weidlich (nach fünfter gelber Karte gesperrt) und Sumusalo (erkrankt) ersetzt werden. Auch Schwertfeger blieb draußen. Ikeng konnte wieder spielen. Außerdem standen Gröger als Linksverteidiger und Krauße im defensiven Mittelfeld neu in der Start-Elf. Letzterer wirkte davor zuletzt beim 1:1 im Februar in Großaspach mit. Gröger hatte gar seit dem 0:2 gegen Münster im Dezember 2014 keine Berücksichtigung mehr gefunden. Weiterhin bemerkenswert: Stevanovic befand sich nur drei Monate und gut zwei Wochen nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder im Kader.

Hansa begann konzentriert, stand hinten engmaschig und tat auch genug nach vorn. Das zahlte sich relativ schnell aus. Freistoß von Bickel von der rechten Seite, Savran lässt den Ball durch, der setzt noch auf, aus dem Hintergrund braust Ikeng heran und köpft zum 1:0 ein (11.) – Traumstart für die Blau-Weißen. Jetzt hätte Verfolger Unterhaching auch ein 10:0 in Erfurt nichts mehr genützt… Die Gäste gingen weiter geschickt zu Werke, ließen kaum etwas zu – bis kurz vor der Pause nach einer weit geschlagenen Dresdner Ecke J. Müller die Kugel zurück vors Tor brachte, wo Eilers ebenfalls zu viel Platz hatte und völlig frei per Kopf traf (42.). 1:1, und auf einmal hing wieder alles am seidenen Faden. Oder? Ein Ohr war immer drüben in Thüringen, und was es vernahm, war beruhigend: 1:0 für Erfurt! So ging es in die letzte Halbzeit 2014/15…

… die weitgehend ruhig ablief, fast, als hätten beide Mannschaften ein „Nicht-Wehtun-Abkommen“ geschlossen. Die Rostocker waren jedenfalls zu passiv und wurden mit dem 1:2 bestraft (86.). Überdies sah Ahlschwede wegen grober Unsportlichkeit Rot (90.). Aber in Erfurt tat sich nichts mehr. So war den Blau-Weißen am Ende das Wie egal, Hauptsache überm Strich. „Die Mannschaft hat seit Januar Außergewöhnliches geleistet. Auch alle anderen Beteiligten zogen an einem Strang. Der Klassenerhalt war eine logische Konsequenz“, befand der Sportliche Leiter Uwe Klein.

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