FC Hansa Rostock : Neustart für Verteidiger Nadeau?

Überzeugte Hansa-Trainer Pavel Dotchev als Innenverteidiger: Joshua Nadeau sprang für Julian Riedel beim Testspiel ein und zeigte sein Können.
Foto:
1 von 1
Überzeugte Hansa-Trainer Pavel Dotchev als Innenverteidiger: Joshua Nadeau sprang für Julian Riedel beim Testspiel ein und zeigte sein Können.

In der zentralen Abwehr ist der 23-Jährige wohl nur die Nummer drei, und nun kehrt auch noch Vladimir Rankovic zurück

von
10. Januar 2018, 08:00 Uhr

In der Rückrunde der 3. Fußball-Liga 2017/18 wird sich Joshua Nadeau beim FC Hansa Rostock wohl erst einmal hinten anstellen müssen. Beim Testspiel gegen den polnischen Drittligisten Blekitni Stargard (4:0) hat er den angeschlagenen Julian Riedel neben Oliver Hüsing in der Innenverteidigung vertreten.

Sein Coach Pavel Dotchev stellt ihm ein gutes Zeugnis nach dem Auftritt über 90 Minuten aus: „Er hat mir gut gefallen.“ Der Fußball-Lehrer erklärt mit Blick auf die Rückrunde: „Für den Fall, dass Riedel ausfällt, kann er in die Innenverteidigung ziehen. Ich habe keine Bauchschmerzen, wenn er spielen sollte.“

In seinen 17 absolvierten Partien der Hinrunde lief Nadeau vor allem als Rechtsverteidiger für den zumeist verletzten Vladimir Rankovic auf. Der etatmäßige Mann für die Position kommt aber nun gestärkt zurück. „Ich glaube, auch er kann derzeit 90 Minuten das Tempo hoch schrauben, ohne abzubauen“, erklärt Dotchev. Für die robustere Spielweise stünde aber Joshua Nadeau weiterhin als Alternative auf der Außenbahn zur Verfügung. „Als Rechtsverteidiger muss ich viel mehr auch an die Offensive denken, das kannte ich gar nicht aus meiner eigentliche Position“, gestand der Franzose. Aus diesem Grund arbeitete er an Fitness und Kraft in individuellen Einheiten. „Ab und zu muss Joshua seine Fehlerquote bei Pässen noch verbessern, wie auch das Risikopassspiel“, erklärt Trainer Pavel Dotchev.

Letzteres erwartet der 52-Jährige von seinem gesamten Team: „Ich bin der Meinung, dass wir häufig den sicheren Ball spielen wollen, ohne wirklich zu versuchen, nach vorne zu spielen. Dadurch geben wir dem Gegner Zeit und Raum, sich zu organisieren. Ich möchte den Gegner aber in Verlegenheit bringen.“ Wie er das erreichen will? „Erst nach vorne gucken und nur nach hinten spielen, wenn es wirklich gar nicht geht. Dieses Risiko müssen wir dann gehen. Wir müssen das Spiel nach vorne verbessern. Ballverlust in der eigenen Hälfte ist gefährlich, wir haben in der Vergangenheit viele Gegentore durch solche Unaufmerksamkeiten kassiert“, sagt Dotchev, nimmt seine Mannschaft aber auch in Schutz: „Wenn mal ein Pass nach vorne nicht aufgegangen ist, dann habe ich auch kein Problem damit.“

Training und Test
Ab 13.30 Uhr empfängt der FC Hansa heute den Regionalligisten TSG Neustrelitz zum dritten Testspiel (Trainingsplatz Kopernikusstraße). Die Mecklenburger rangieren auf Platz 16 der Staffel Nordost – und damit knapp vor den Abstiegsrängen. Der Eintritt zu diesem Test ist wie gewohnt frei.

Training ist um 9 Uhr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen