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FC Hansa ROstock : Neues Ziel: Einstelliger Tabellenplatz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

3:1 gegen Erfurt – Hansa hat den Klassenerhalt sicher. Am Ende gab’s zwar nicht, wie von den Fans gefordert, „Freibier für alle“, doch ein Jubel der Erleichterung griff um sich.

Riesenfreude auf den Rängen, Ausgelassenheit bei der Mannschaft unten auf dem Rasen – und die kleine Nahla Malia, Tochter des verletzten Kapitäns Tobi Jänicke, tanzte inmitten der großen Fußballer mit: Nach dem 3:1 (2:1) gegen den FC Rot-Weiß Erfurt hat Drittligist FC Hansa mit dem Abstieg nichts mehr zu tun, ist jetzt Elfter. Und Trainer Brand, dessen Vertrag sich mit dem Klassenerhalt automatisch um ein Jahr verlängerte, gab ein neues Ziel aus: „Einstelliger Tabellenplatz“!

Die Rostocker erkämpften sich nach acht Sekunden (!) die erste Ecke und lagen nach weniger als achteinhalb Minuten schon 2:0 vorn: Erst hatte Andrist nach Flanke von Garbuschewski im zweiten Versuch Gäste-Keeper Klewin per Kopf bezwungen (7.), dann der Erfurter Möckel beim Versuch, vor Ziemer zu bereinigen, seinen eigenen Torhüter überwunden. Hinzu kam, dass der Drittletzte Werder Bremen II in Osnabrück früh klar hinten lag. So hätte bereits ein Unentschieden gereicht, um die Rettung unumstößlich zu machen.

Ein ganz klein wenig spannend machten es die Weiß-Blauen zwischendurch selbst, indem sie dem FC Rot-Weiß den Anschlusstreffer schenkten: Missverständnis zwischen Verteidiger Dorda und Torwart Schuhen, wie in Zeitlupe rollt der Ball nach verunglücktem Rückpass über die Linie – nur noch 2:1 (26.).

In der zweiten Halbzeit stellte Ziemer jedoch rasch den alten Abstand wieder her: Eingabe von Platje, der amtierende Spielführer nimmt den Ball sogar noch an und platziert ihn dann, während er zu Boden geht, mit Hilfe des entlegenen Innenpfostens im Kasten. Das 3:1 (53.) – Brand fand’s „Weltklasse“ – war die Abrundung eines entspannten Nachmittags.

Und wie passend, dass die Rettung ausgerechnet gegen Erfurt gelang. Denn das Hinspiel (2:3) beim bald letzten „Dino“ der 3. Liga (außer den Thüringern ist nur der VfB Stuttgart II von Beginn an, seit 2008, dabei, und der ist bereits abgestiegen) verlief extrem unglücklich. Danach waren die Rostocker als Vorletzter vom Gefühl her erledigt. Gut zwei Wochen später aber kam Brand.

„Es war ein richtig intensives halbes Jahr. Wir mussten alles abrufen, um das zu erreichen. Die Jungs haben einen hervorragenden Charakter. Sie hauten alles raus. Kompliment, wie sie das gemacht und auch relativ souverän den Klassenerhalt geschafft haben“, lobte der Trainer sein Team. Doch es war auch sein Verdienst und das seines Kollegiums: Unter Vorgänger Baumann wurden 18 Punkte in 19 Spielen geholt – Brand kann in bislang erst 17 Partien auf 28 Zähler verweisen, holte mit acht Siegen schon jetzt satte fünf mehr!

Und mit diesen angenehmen Zahlen noch mal zurück zum Thema Bier. Brand: „Die Spieler dürfen jetzt auch mal 13 gerade sein lassen und ein Erleichterungsgetränk zu sich nehmen.“

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