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FC Hansa Rostock : „Müssen uns den Arsch aufreißen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Jetzt erst recht: Hansa-Keeper Marcel Schuhen fordert volle Konzentration

von
erstellt am 27.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Er war wohl der beste Spieler beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock bei der 1:3-Heimniederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach: Torhüter Marcel Schuhen. „Der Platzverweis spielte uns natürlich nicht in die Karten. Wir waren taktisch so eingestellt, dass wir Großaspach unter Druck setzen wollten, was wir eigentlich in jedem Spiel probieren. Aber klar, durch die rote Karte mussten wir unsere Taktik umstellen – und dadurch ergaben sich für die Gäste eben auch Räume“, zieht Schuhen sein Fazit nach dem Spiel.

Durch diese Pleite ist Hansa einen Platz in der Tabelle nach unten gerutscht und nun punktgleich mit dem ersten Abstiegsrang – lediglich das bessere Torverhältnis hält die Hanseaten auf Platz 16. „Ich glaube, dass sich jeder in der Mannschaft hinterfragen muss, worum es hier geht. Und zwar ganz klar um den Verein Hansa Rostock. Wir sind natürlich jetzt in einer Scheißsituation. Eigentlich war ich auch immer der Mann, der gesagt hat, wir haben gute Spiele gemacht. Aber das Spiel gegen Großaspach war einfach kein gutes, das muss man mal so ehrlich sagen“, macht der Keeper seinem Ärger ein bisschen Luft.

Die Zuversicht für einen doch noch positiven Verlauf der restlichen Saison nimmt der 22-Jährige aus der zweiten Halbzeit der Begegnung: „Das Feuer fehlt uns nicht. Nach der Pausenansprache vom Trainer haben wir gezeigt, dass wir auch in Unterzahl gut spielen können. Diese zweite Hälfte gibt Hoffnung.“

Er ermahnt jeden seiner Kollegen, gerade nach dieser Niederlage zu überlegen, was der eine oder andere besser machen könnte, wo noch Schwachstellen waren. „Das macht uns dann auch als Mannschaft besser. Wobei ich glaube, dass wir als Mannschaft kompakt sind. Das sieht man im Training. Wir stehen als Team komplett zusammen – und das wird auch weiterhin so passieren“, verspricht Schuhen.

Doch ohne Kapitän Tobias Jänicke (5. Gelbe Karte) und Innenverteidiger Dennis Erdmann (Rot-Sperre) fehlen zwei wichtige Komponenten der Rostocker Mannschaft beim Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart II – hinzu kommt der Negativtrend von zehn Spielen ohne Sieg: „Wir haben super Jungs. So etwas können wir im Kader auffangen. Im Endeffekt ist es mir völlig egal, wer nächste Woche auf dem Platz steht. Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln, kämpfen, einer für den anderen einstehen, uns den Arsch aufreißen und gegen Stuttgart irgendwas holen – ganz klar.“



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