FC Hansa Rostock : Müssen uns an die eigene Nase fassen

Bediente Hanseaten Marco Kofler (links) und Marcel Schuhen nach dem 2:3 beim FC Rot-Weiß Erfurt: „Es ist bescheuert, jede  Woche das Gleiche erzählen zu müssen.“
Bediente Hanseaten Marco Kofler (links) und Marcel Schuhen nach dem 2:3 beim FC Rot-Weiß Erfurt: „Es ist bescheuert, jede Woche das Gleiche erzählen zu müssen.“

Der Trainer ist nicht schuld – sagt Hansa-Torhüter Marcel Schuhen

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24. November 2015, 08:00 Uhr

Wie soll es anders sein – klar wird das den Drittliga-Fußballern des FC Hansa und den Verantwortlichen solange unter die Nase gerieben, bis die Serie reißt: letzter Sieg am 22. August, seitdem 13 Spiele ohne Dreier, acht Unentschieden, fünf Niederlagen, Abstiegsplatz 19, nur Werder Bremen II steht noch hinter Rostock!

Beim FC Rot-Weiß Erfurt hätte die unsägliche Negativbilanz der Ostseestädter ein Ende finden können, doch letztlich stand ein 2:3 zu Buche. „Wir zeigen kämpferisch und spielerisch eine gute Leistung, geben Gas, sind am Drücker, kommen nach dem 1:2 zurück, aber wir haben keine Punkte, und das tut weh. Es ist bescheuert, hier jede Woche das Gleiche erzählen zu müssen“, verschaffte sich Schlussmann Marcel Schuhen nach dem Abpfiff Luft.

Am schmerzhaftesten war, dass Hansa nach dem 2:2 abermals einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen bekam und ihn nicht zur
erneuten Führung nutzen konnte. Maximilian Ahlschwede, der bereits einen Strafstoß zum 1:0 verwandelt hatte (5.), kam diesmal nicht an RWE-Torwart Domaschke vorbei (73.). „Den ersten hat er überragend geschossen. Der zweite war schon eine richtungweisende Situation, das war ein bisschen der Knackpunkt. Ich kann verstehen, wenn die Fans uns auspfeifen. Wir sind selbst genauso sauer. Auch wenn wir hier unentschieden gespielt hätten, wären wir alle unzufrieden gewesen“, trauerte Schuhen der verpassten Chance auf den dritten Saisonsieg nach.

Dabei hatte Hansa im gerade völlig neu entstehenden Steigerwaldstadion vor einer Kulisse aus Haupttribüne, einer verbliebenen alten Kurve, von Baukränen, Betonelementen, Erdhaufen und einem ersten Dachgerippe „eine absolut vernünftige Leistung abgeliefert, und doch gewinnen wir nicht. Ich bin bedient“, so Trainer Karsten Baumann. „Es war nicht nötig, hier mit einer Niederlage wegfahren zu müssen. Wir brauchen endlich ein glückliches Erfolgserlebnis. Wir müssen die Mannschaft aufbauen, damit sie daran glaubt, auch mal wieder ein Spiel für sich entscheiden zu können.“

Eine saisonübergreifende Bilanz von ganzen zwei Siegen aus den zurückliegenden 21 Partien (bzw. 15 von 63 möglichen Punkten!) hätte manchen Chefcoach längst den Arbeitsplatz gekostet, und natürlich muss sich auch ein Karsten Baumann an
diesem Abschneiden messen lassen. Doch er bekommt
Rückendeckung aus den
eigenen Reihen. „Ich finde“, spricht Marcel Schuhen Klartext, „dass wir bei uns anfangen müssen. Wir stehen auf dem Platz und nicht der Trainer. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Der Trainer ist nicht schuld. Der tut alles für uns!“

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