Hansa Rostock : Mit Willen zum ersten Dreier

Mit seinem Schlenzer zum 4:2 brrachte Christian Bickel des Sieg endgültig unter Dach und Fach Fotos: Georg Scharnweber
Mit seinem Schlenzer zum 4:2 brrachte Christian Bickel des Sieg endgültig unter Dach und Fach.

Rostocker bezwingen Fortuna Köln mit 4:2 (3:2) / Durch Eigentor früh in Rückstand geraten

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16. August 2015, 21:00 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat am 3. Spieltag endlich den ersten Saisonsieg eingefahren. Vor 11 300 Zuschauern bezwang die Truppe von Trainer Karsten Baumann aufgrund einer kämpferisch guten Leistung im heimischen Ostseestadion Fortuna Köln mit 4:2 (3:2).

Dabei begann die Partie mit einem herben Dämpfer für die Gastgeber. Mittelfeldmann José-Alex Ikeng ließ das richtige Timing beim Rückpass auf Keeper Marcel Schuhen vermissen und schoss den Ball aus gut 20 Metern ins eigene Tor – 0:1 (8.). „So etwas kann immer mal passieren. Es hat aber ein paar Minuten gedauert, bis wir das abschütteln konnten“, sagt Team-Kollege Maximilian Ahlschwede.

Die Rostocker kamen nur schwer in die Gänge. Doch aus dem Nichts weckte Kapitän Tobias Jänicke sein Team. Nach Traumpass von Marco Kofler lief „Tobi“ völlig blank aufs Fortuna-Tor zu und ließ Keeper Poggenborg keine Abwehrchance – 1:1 (22.). Wirklich besser wurden die Norddeutschen danach nicht. „Es war sehr schwül und heiß auf dem Platz. Das habe ich beim Warmlaufen noch gar nicht so wahrgenommen“, so Ahlschwede.

Wenngleich das Spiel der Hausherren nicht richtig in Schwung kommen sollte, so hatten sie doch das nötige Zielwasser getrunken. Erneut war es Jänicke, der nach Ablage von Kofler aus rund 20 Metern einfach mal abzog – 2:1 (36.). Hansa führte, wusste aber kaum warum. Den Fans im Ostseestadion war es egal, sie peitschten ihr Team nach vorne. Nur zwei Minuten später erzielte Julius Perstaller nach Flanke von Michael Gardawski per Kopf das 3:1. Doch Köln steckte nicht auf und profitierte bei einem Freistoß von Abstimmungsproblemen in der Hansa-Abwehr. Pazurek köpfte ein – 3:2 (40.). Perstaller hatte noch vor dem Wechsel das 4:2 auf dem Fuß, scheiterte aber an Poggenborg (44).

Coach Baumann verpasste seinem Team eine deutliche Halbzeitansprache. Defensiv lief es nach dem Wechsel dann besser, offensiv ging dagegen ein bisschen Schwung verloren, wurden die Angriffe nicht konsequent ausgespielt. Ab der 56. Minute agierte Hansa zudem in Überzahl, nachdem sich Fink innerhalb kurzer Zeit zwei Fouls gegen Gardawski erlaubte. Zu sehen war davon kaum etwas. Trotzdem geriet der SIeg nicht in Gefahr, stand spätestens nach dem tollen Schlenzer von Christian Bickel zum 4:2 fest (61.).

„Wir haben jetzt vier Punkte. Ich denke, man kann nicht von einem guten Start sprechen, aber einem ganz ordentlichen. Im Hinblick auf die nächsten Wochen waren die drei Punkte sehr wichtig“, erklärt Ahlschwede.

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