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FC Hansa Rostock : Mit Sprache als Team wachsen

vom

Die Hanseaten Jeff-Denis Fehr, Joshua Nadeau und Mounir Bouziane sind im Trainingslager auf Rügen eine Wohngemeinschaft

svz.de von
erstellt am 30.Jun.2017 | 08:00 Uhr

Bei der Zimmerverteilung am ersten Tag des Trainingslagers von Fußball-Drittligist FC Hansa war für Jeff-Denis Fehr, Joshua Nadeau und Mounir Bouziane schnell klar, dass sie zusammen ein Apartment im Waldhotel beziehen. Denn sie alle haben eines gemeinsam: Sie sprechen Französisch. „Es ist einfacher, wenn man sich durch die Sprache integrieren kann“, sagt der jüngste Neuzugang der Hanseaten, Mounir Bouziane.

Bereits seit der vergangenen Saison ist Jeff-Denis Fehr in Rostock. „Als ich damals kam, war schon eine Mannschaft vorhanden, und ich musste mich eingliedern. Jetzt ist es anders“, berichtet der 22-jährige Flügelflitzer. Ein gutes halbes Jahr nach ihm stieß Innenverteidiger Joshua Nadeau zum FCH. „Jeff hat mir dabei geholfen, mich zurecht zu finden. Ich konnte mit ihm Französisch sprechen, das war am Anfang einfacher“, erzählt Nadeau, der sich auch aufgrund der Sprache mit Amaury Bischoff gut versteht. In Göhren sitzen sie abends  meist zusammen, spielen Fußball auf der Playstation oder sehen sich die Spiele der U21-Nationalmannschaft oder den Confed Cup an.

Die Rolle des Verteidigers hat sich während des halben Jahres komplett verändert, sagt er: „Früher wurde ich immer von allen gefragt, ob ich mich gut eingelebt habe und so. Jetzt kümmere ich mich um die anderen und versuche zu helfen.“ 

 Dass die Drei – und zum Teil auch Amaury Bischoff – nun zu einem Team im Team werden, befürchtet keiner. Schließlich diene das  Trainingslager dazu, damit die Mannschaft zusammenwächst und einen Charakter entwickelt.  „Für die neue Saison ist es wichtig, dass wir ein Team werden. Dafür ist so eine intensive Zeit gut. Schon jetzt kann man sagen, dass sich jeder mit jedem versteht“, schätzt Bouziane ein.

Ein Grund für das gute Miteinander könnte sein, dass nun viele junge Spieler dabei sind, so Fehr: „Auch die vorherige Mannschaft hatte einen guten Charakter, aber da waren doch noch mehr ältere Menschen im Team. Wir haben selten was auch abseits des Platzes zusammen unternommen, vielleicht ändert sich das jetzt. Und das könnte sich auch auf dem Platz positiv auswirken.“

Zudem zeichne das neue Team aus, dass alle hungrig sind. „Wir wollen uns immer weiterentwickeln – jeder für sich, aber auch als Team“, erklärt Jeff-Denis Fehr. Und Mounir Bouziane, der die 3. Liga noch aus seiner Zeit beim FSV  Mainz 05 II kennt, weiß: „Wir müssen eine Einheit sein, um in dieser Liga zu bestehen.“ Marie Boywitt

Extra: Radtour statt Strand-Training

Statt an den Strand ging es am Freitag für die Fußballer des FC Hansa auf die Fahrräder. Gute 20 Kilometer fuhren die Rostocker entlang der Rügener Küste bis nach Thiessow. Eigentlich war Training am Strand vorgesehen, aber Cheftrainer Pavel Dotchev musste umplanen. „Wir haben einige Spieler, die nach den anstrengenden Tagen ein wenig angeschlagen sind. Deshalb war mir das Risiko, im harten Sand eine komplette Einheit zu absolvieren, zu groß. Ich will nicht, dass sich noch jemand ernsthaft verletzt und uns im weiteren Verlauf fehlt. Außerdem ist das doch auch schön. So sehen wir noch was von der Landschaft“, so der 51-jährige Fußball-Lehrer.

Gut, dass die Hanseaten bei Fahrrad-Tilly in Göhren 26 Mountainbikes ausleihen konnten. Dies war kein Problem für Ladeninhaber Hans-Dieter Tilly, der sich freute, die Fußballer in seinem Laden begrüßen zu dürfen. „Zum einen bin ich natürlich Hansa-Fan und freue mich, dass der Verein einen Teil der Vorbereitung bei uns verbringt. Außerdem waren die Räder eigentlich für die ganze Woche vom FCH reserviert worden, was zwar storniert wurde, aber wir  hielten sie weiterhin zurück, schließlich ist das unser gesamter Bestand an Mountainbikes“, so der Inhaber.

Helm festschnüren, aufsteigen und los ging’s  für die Kicker. „Darauf lege ich Wert: Keiner fährt ohne Schutz, nicht dass noch jemand stürzt, dann haben wir von der Einheit nichts“, betonte Torwart-Trainer Stefan Karow, der die Route organisierte. Nach einer guten Stunde kehrten die Hanseaten zurück – und nutzten am Nachmittag die Wellness- und Physio-Angebote im Waldhotel. mabo

Hansa intern

Abgereist: Angreifer Tim Väyrynen reiste am Donnerstagmorgen gemeinsam mit Sportvorstand René Schneider ab. Beim Testkick gegen Baabe (8:0) zog sich der Finne eine Verletzung am Fuß zu. Gebrochen soll zwar nichts sein, aber „das sah nicht gut bei ihm aus. Ich glaube, das dauert eine Weile“, so Coach Pavel Dotchev.

Angesetzt: Am Freitag trainieren die Profis noch einmal um 11 Uhr auf dem Trainingsplatz in Baabe. Von dort geht es dann zum Testspiel gegen den Verbandsliga-Aufsteiger FSV Malchin (Anpfiff 19 Uhr im Walter-Block-Stadion).

Abi-Ball: Jakob Gesien wird die Mannschaft am Freitag bereits nach der Einheit verlassen und sich auf den Weg Richtung Rostock machen. Der 19-Jährige geht am Abend zu seinem Abi-Ball.

Maries Hansa-Kolumne: Alleskönner in vielen Formen
Bei dem Gang durch die Straßen erstrahlen viele Schaufenster der Geschäfte orange. Sanddorn gibt es hier in allen möglichen Formen und Varianten:  Vom Sirup, alkoholhaltigen Getränken über Seife oder sogar Süßigkeiten ist wohl für jeden etwas dabei. Mein Blick blieb beim „maritimen Sanddorn“ hängen – eine Kombination, die mich neugierig machte. Beim genauen Hinsehen war auch schnell klar, wie der Name zustande kam: Die Fruchtgummis hatten die Form von Fischen. Eine schöne Idee, wie ich finde, den vitaminreichen Alleskönner zu gestalten. So kann man Gesundheit mit Naschen verbinden, denn die Frucht besitzt ungefähr zehnmal soviel Vitamin C wie Zitronen. Also kann beruhigt zugelangt werden.
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