Aufsichtsrat Hansa Rostock : Mehrere Kandidaten im Blick

Thomas Metzke
Thomas Metzke

Aufsichtsrat des FC Hansa ist auf der Suche nach einem neuen Vorstandsboss für den Fußball-Drittligisten / Nicht an 14-Tage-Frist gebunden

svz.de von
12. November 2015, 08:00 Uhr

Seit anderthalb Wochen ist der neue Aufsichtsrat des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock im Amt und befindet sich auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden. Dabei hat das höchste Kontrollgremium des Clubs mehrere Kandidaten im Auge, die sich dem Aufsichtsrat in den kommenden Tagen und Wochen vorstellen sollen. Unter ihnen dürfte auch der ehemalige Vorstandsboss Michael Dahlmann sein, der Anfang Oktober zurückgetreten war. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins, die der 38-Jährige dazu nutzte, um sich für seine Fehler zu entschuldigen, wurde er von Teilen der Anhängerschaft mit stehenden Ovationen gefeiert. Ob es für ihn eine Rückkehr ins Amt geben wird, muss nun der neue sechsköpfige Aufsichtsrat unter der Führung von Rainer Lemmer entscheiden.

Der ehemalige Boss Michael Dahlmann ist aber nicht der einzige Kandidat. Des Weiteren soll sich auch Thomas Metzke auf der Liste befinden. Das ehemalige Mitglied des Vorstandes der Ostseesparkasse Rostock (bis Oktober 2014) war in den vergangenen Wochen bereits als Berater für den kommissarischen Vorstand um den Vorsitzenden Dr. Chris Müller tätig. Er ist daher schon mit den Gegebenheiten und Geschäftsabläufen beim FC Hansa, dem Ausgliederungsprozess sowie dem Sanierungs- und Sparkonzept vertraut, könnte ohne größere Einarbeitungszeit sofort loslegen. Ebenfalls ein Kandidat soll Jens Gienapp sein, der aktuell Vorstandsvorsitzender beim Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock ist.

In den nächsten Wochen und Monaten stehen vor allem die Ausgliederung der Profi-Abteilung sowie das Erstellen der Lizenzierungsunterlagen für die kommende Saison auf der Agenda. So soll die Ausgliederung auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10. Januar beschlossen werden. Erst dann würde auch der Forderungsverzicht von Investor Rolf Elgeti in Höhe von elf Millionen Euro greifen. Da mit dem kommissarischen Vorstand um Chris Müller – dazu gehören weiterhin Uwe Klein (Sport) und Rechtsanwalt Gunnar Kempf – die Geschäftsfähigkeit weiterhin gegeben ist, ist der Aufsichtsrat nicht an die satzungsgemäße 14-Tage-Frist gebunden und hat bei der Suche nach einem Vorstandsboss einen gewissen zeitlichen Spielraum.
 

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