Hansa-Legende in Rostock : Martin Max besucht Schüler

Martin Max diskutiert mit den Schülern Justin, Florian, Jill und Nina über Formen von Gewalt im Fußball   Fotos: Nina Brinkmann
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Martin Max diskutiert mit den Schülern Justin, Florian, Jill und Nina über Formen von Gewalt im Fußball Fotos: Nina Brinkmann

Unterrichtsstunde bei Ex-Hansa-Profi und Torschützenkönig von 2004 begeistert den Nachwuchs

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01. Juli 2014, 08:00 Uhr

Am 19. Juli gastieren die Erstliga-Fußballprofis des FC Schalke 04 für ein Benefizspiel gegen den FC Hansa in Rostock. Martin Max ist für beide Clubs aufgelaufen und genießt noch heute bei vielen Hansa-Fans Kultstatus. Gestern besuchte er innerhalb des Projekts „Hansa Rostock und Ich“ die Hundertwasser Gesamtschule und sorgte bei den Kindern für große Augen. Gemeinsam mit Projektleiter Christian Falkenberg und Hannes Ickert gestaltete der Ex-Profi eine volle Unterrichtsstunde.

„Hansa Rostock und Ich“ wurde 2011 ins Leben gerufen und soll eine besondere Form der Fan-Arbeit sein. „Es ist fast wie eine normale Schulstunde konzipiert und soll eine Brücke zwischen dem Fußball und dem Alltag schlagen“, erklärt Falkenberg. Auch Olaf Meyer, Leiter der Hundertwasser Gesamtschule und bekennender Max-Fan, gefällt der Ansatz: „Die Schüler sind sehr dicht dran, arbeiten nicht nur theoretisch. Sie waren sogar schon im Stadion.“

In den Mittelpunkt seiner Besuchsstunde stellte Martin Max die Gewaltprävention. In Gruppenarbeit klärten die Kinder zum Beispiel die Fragen, wo, gegen wen und in welcher Form es Gewalt im Fußball gibt. Auch der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig beteiligte sich an den Diskussionen und beriet sich mit seiner Gruppe. Für die Schüler war dieser Besuch ein absolutes Highlight: „Fußballmäßig gesehen war das bisher mein bester Tag. Es hat richtig Spaß gemacht“, sagte Florian, der direkt neben dem Ex-Profi sitzen durfte. Max erzählte außerdem von eigenen Erfahrungen mit Gewalt im Fußball: „Manche meiner Gegenspieler wie zum Beispiel Jürgen Kohler gingen schon ziemlich hart zur Sache. Nach dem Spiel war aber alles wieder gut und man gab sich die Hand.“

Im Anschluss an die Stunde durften die Schüler noch Fragen an Max stellen. Er berichtete von Fouls, die er selbst begangen hat, die ihm im Endeffekt doch Leid taten, sagte aber auch: „Ich habe aber in meiner gesamten Karriere keine rote Karte bekommen. Darauf bin ich schon stolz.“ Außerdem erzählte er von den hitzigen Derbys zwischen den Erzrivalen Schalke 04 und Borussia Dortmund: „Wenn du vor so einem Spiel stehst, muss der Trainer gar nichts mehr sagen. Da brennt die Luft und man ist automatisch motiviert.“ Schüler Jill war von Max’ Besuch sehr begeistert: „Das war mal eine tolle Abwechslung. Vielleicht kommt uns ja sogar mal ein aktueller Spieler wie David Blacha besuchen.“

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