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Hansa-Profis schwitzen beim Laktattest : Manch einer quält sich richtig durch

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Spätestens auf den letzten 1600 Metern, die es mit einer Geschwindigkeit von 16 km/h zu meistern galt, stand den Fußballern des Zweitligisten FC Hansa beim Laktattest die Anstrengung ins Gesicht geschrieben.

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erstellt am 17.Jun.2011 | 07:11 Uhr

Rostock | In drei Durchgängen absolvierten die Fußballer des Zweitligisten FC Hansa gestern Nachmittag im Rostocker Leichtathletikstadion den in der Vorbereitungszeit obligatorischen Laktattest.

Dr. Tilo Sasse (Laborpraxis für Sport- und Leistungsdiagnostik) mit seinem Team Anika Sievert, Christoph Zerrenner und Nico Beust nahm sich in bewährter Weise der ordnungsgemäßen Durchführung an.

Jeder Profi hatte 16 Runden zu laufen: jeweils drei (= 1200 Meter) mit einer Geschwindigkeit von 10/11,5/13 und 14,5 km/h sowie abschließend vier (=1600 Meter), bei denen 16 km/h durchgehalten werden mussten. Vorher und nach jedem Abschnitt wurde Blut abgenommen, um letztlich in der Auswertung den Ist-Stand der individuellen Leistungsfähigkeit festzustellen.

Den Anfang machten gestern die Trios Dexter Langen/Sebastian Pelzer/ Marcel Schied, Pavel Kostal/Marek Mintál/Kevin Müller sowie Jörg Hahnel (rasiert und mit frischer Kurzhaarfrisur)/Matthias Holst/Radovan Vujanovic. Mittendrin auf der Tartanbahn, allerdings "außer Konkurrenz", Manager Stefan Beinlich. Mit 39 in bemerkenswertem Fitnesszustand, leistete er leichten Fußes zumeist der dritten Gruppe aufmunternd Gesellschaft.

Vor dem letzten richtig harten Stück. Die Hanseaten holen sich Trinkflaschen aus der Box, schnaufen noch mal durch. "Holzer" Holst trocknet sich mit dem T-Shirt die Stirn und entblößt dabei seine beeindruckende Tattoo-Sammlung. Und dann ertönt zum letzten Mal für diesen Tag das Startsignal. Alle ziehen mit und durch. Auch die beiden Tor-

hüter Kevin Müller und Jörg Hahnel beißen tapfer die Zähne zusammen, müssen erst in der vorletzten Runde abreißen lassen und werden vorzeitig erlöst. Der Langzeitverletzte Holst, der am 9. Mai 2010 sein letztes Pflichtspiel bestritt (für den Zweitligisten SC Paderborn 07 beim 2:1-Auswärtssieg gegen St. Pauli), kommt - ebenso wie sein Leidensgenosse Dexter Langen - richtig gut durch und befindet: "Ich habe mich zwar gequält, aber es ging besser als erwartet. Ich hatte keine Schmerzen, und Radovan hat gut gezogen."

Überhaupt keine Probleme bekommt die (laut dem gelben Pflaster auf seinem Hemd) Nummer "4.", Marek Mintál: Der hat die Prozedur in acht Jahren beim 1. FC Nürnberg viele Male durch. Ganz im Gegensatz zum kürzlichen Geheim-Camp in Neukalen. So etwas erlebte der 33-jährige Slowake zum ersten Mal: "War interessant, eine gute Sache für die Stimmung in der Mannschaft."

Die erste Woche in Rostock habe, so der Torschützenkönig 2004/05 der 1. Bundesliga, seinen Erwartungen entsprochen: "Auch von dieser Seite kein Problem. Die Truppe ist perfekt. Die Jungs sind richtig nett, und ich freue mich einfach, dabei zu sein."

Jetzt muss nur noch seine Familie an die Ostsee nachkommen. Bisher wohnt Marek - der für Hansa ein deutlich lukrativeres Angebot aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausschlug - im Hotel "Warnemünder Hof". Er hofft aber, in den nächsten Wochen den Umzug von seinem bisherigen Wohnort Röthenbach an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) in ein neues Zuhause bewerkstelligen zu können.

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