Hansa Rostock : Kurzer Draht trotz 700 Kilometern

Beim 1:4 in Magdeburg versagten Tobias Jänicke die Nerven, vergab der Offensivmann ein mögliches 2:2. „Normalerweise mache ich den rein. Es hat leider nicht geklappt. Das ärgert mich auch, ist aber abgehakt, denn ich kann es ja nicht ändern. Wenn der Ball mir wieder so vor die Füße kommt, ist er drin“, verspricht der 26-Jährige vor dem morgigen Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden.
Beim 1:4 in Magdeburg versagten Tobias Jänicke die Nerven, vergab der Offensivmann ein mögliches 2:2. „Normalerweise mache ich den rein. Es hat leider nicht geklappt. Das ärgert mich auch, ist aber abgehakt, denn ich kann es ja nicht ändern. Wenn der Ball mir wieder so vor die Füße kommt, ist er drin“, verspricht der 26-Jährige vor dem morgigen Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden.

In den vergangenen Jahren wechselten viele Kicker zwischen den morgigen Kontrahenten Hansa Rostock und Wehen Wiesbaden hin und her

svz.de von
11. März 2016, 05:00 Uhr

Zwischen Rostock und Wiesbaden gibt es offenbar einen ziemlich kurzen Draht. Zwar liegen beide Städte knapp 700 Kilometer auseinander, dennoch sind regelmäßig Umzugswagen von Fußballern darauf unterwegs. Vier ehemalige Wiesbadener kicken derzeit beim Drittligisten FC Hansa, drei davon wechselten direkt vom kommenden Kontrahenten an die Ostseeküste. Maximilian Ahlschwede (Juli 2013 bis Dezember 2015), Tobias Jänicke (Juli 2013 bis Juni 2015) sowie Soufian Benyamina (Juli 2014 bis August 2015) spielten sogar phasenweise gemeinsam für die Hessen. „Cello“ Ziemers Zeit in Wiesbaden ist dagegen schon etwas länger her – Januar 2009 bis Juni 2011. „Es ist schon kurios und eine komische Geschichte, vielleicht auch ein bisschen der Charakter des Spiels. Bei Maxi Ahlschwede habe ich schon die Empfehlung abgegeben, dass er den Schritt hierher gehen soll. Auch mit ,Soufi’ und Uwe Klein (Ex-Hansa-Manager – d. Red.) habe ich über den Transfer gesprochen“, verrät FCH-Kapitän Tobias Jänicke.


Ruprecht und Blacha zum „Klassentreffen“


Doch auch der SV Wehen Wiesbaden wollte drei ehemalige Hanseaten zum morgigen „Klassentreffen“ ins Ostseestadion mitbringen, allerdings ist Kevin Schindler (2008/09 beim FCH) gesperrt. Er sah Gelb-Rot beim jüngsten 0:1 der Gäste gegen den VfR Aalen mit dem ehemaligen Rostocker und Wiesbadener Coach Peter Vollmann. Dafür dürften Abwehrrecke Steven Ruprecht (Juli 2013 bis Juni 2015) sowie David Blacha (Juli 2013 bis Januar 2015) mit von der Partie sein. „Man kennt sich natürlich schon ein bisschen länger und gerade, wenn man zusammengespielt hat, weiß man, wie die Jungs ticken. Das wollen wir natürlich nutzen“, so Kapitän „Tobi.“

Jänicke sieht einen Vorteil auf Seiten des FC Hansa und nicht nur, weil die Kogge einen Ex-Kicker mehr in den Reihen hat. „Wir haben ein Heimspiel und vor unserer Kulisse und auf unserem Platz – Rasen kann man dazu ja nicht sagen – wollen wir das wichtige Spiel für uns entscheiden“, so der 26-Jährige.


Duelle gegen direkte Konkurrenz sehr wichtig


Neun Spieltage vor dem Ende der Drittliga-Saison sind Duelle zwischen unmittelbaren Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt von besonderer Bedeutung. Hansa (15. Platz/32 Punkte) liegt einen Zähler vor dem Tabellennachbarn. „Wir schauen in erster Linie von Spiel zu Spiel, wissen aber auch, dass wir Wiesbaden noch mehr unten reindrücken können. Es hat schon eine besondere Brisanz und in den kommenden Wochen treffen viele Vereine von unten aufeinander und klauen sich die Punkte gegenseitig. Letztlich geht es aber nur darum, dass wir auf uns gucken und unsere Leistung abrufen. Wir wollen schon mit einem Sieg in die nächsten Wochen gehen und möglichst die Mannschaft sein, die sich schnell aus dem Keller absetzt“, so Tobias Jänicke.

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