Peter plaudert : Kurioses am Trainingsplatz

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Unser Mann vor Ort: Sportredakteur Peter Richter berichtet in einer täglichen Kolumne über die Ereignisse rund ums Winter-Trainingslager des FC Hansa Rostock

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11. Januar 2016, 13:40 Uhr

„Zur modernen Millionenmetropole herangewachsen“, las ich in einem Reise-Taschenbuch (Hans E. Latzke/Dumont), „hat Antalya immer noch den schönsten Hafen und die schönste Altstadt der Türkei.“ Gern hätte ich mich auch selbst davon überzeugt. Aber das Bedauern darüber, dass ein ausgedehnterer Ausflug für mich nicht drin war und ist, hält sich in Grenzen. Denn auch rund um den Trainingsplatz des FC Hansa gibt es genug „Sehenswürdigkeiten“. Kaum 100 Meter entfernt zum Beispiel befindet sich ein uralter Friedhof, eine Kulisse wie aus Dornröschens Zeiten. Nach wenig mehr als fünf Minuten Fußweg tauchen Behausungen auf – wären da nicht die Schüssel auf dem Dach und die Wäsche auf der Leine, ich würde nie auf die Idee kommen, dass hier ernsthaft jemand wohnt. Vielleicht handelt es sich ja um provisorische Unterkünfte der einheimischen Pflanzenzucht-Bauern. Hier stehen nämlich die Gewächshäuser und -zelte eins neben dem anderen. In dem einen finden sich noch grüne Tomaten, im nächsten teilweise schon reife Erdbeeren. Zwischendurch findet sich auch ein ganzes überdachtes Feld voll heranwachsender Nelken. In Frucht stehende Orangen- und Zitronenbäume am Straßenrand, dazu im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel des Taurus-Gebirges – wozu brauche ich da die Altstadt und den Hafen von Antalya?!


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