Kostmann: "Für mich kein Endspiel"

Drei Tore in zwei Spielen: Auch morgen gegen Frankfurt baut FCH-Coach Marco Kostmann (r.) wieder auf die Treffsicherheit von Gardar Jóhannsson. Georg Scharnweber
Drei Tore in zwei Spielen: Auch morgen gegen Frankfurt baut FCH-Coach Marco Kostmann (r.) wieder auf die Treffsicherheit von Gardar Jóhannsson. Georg Scharnweber

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15. April 2010, 07:27 Uhr

Rostock | Partie mit Endspiel-Charakter, Sechs-Punkte-Spiel oder schlichtweg Endspiel - Die Bezeichnungen für das morgige Duell (13 Uhr, DKB-Arena) der 31. Runde der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Hansa Rostock (15. Platz/32 Punkte) sowie dem FSV Frankfurt (16./32) sind vielfältig, drücken dabei aber jeweils die große Bedeutung der Begegnung aus. FCH-Coach Marco Kostmann betrachtet den Vergleich in seiner ihm eigenen norddeutschen Ruhe eher nüchtern. "Für mich ist es kein Endspiel. Denn sonst wäre ja nach der Partie Schluss. Aber es geht weiter, sind noch drei weitere zu absolvieren", sagt der 44-Jährige. Aber dennoch ist auch ihm bewusst, dass die Begegnung für den weiteren Saisonendspurt richtungweisend ist. "Wir sind alle nicht blind, können auf die Tabelle schauen und haben ein mathematisches Grundverständnis. Für uns geht es darum, dass wir unsere Ausgangsposition verbessern. Doch selbst bei einem Sieg können wir uns in keinem Fall zurücklehnen. Nach wie vor sind wir in der Position, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen können. Das ist doch auch eine Tatsache, aus der wir Motivation ziehen können. Ich denke, Frankfurt würde gerne mit uns tauschen, über dem Strich stehen und ein Heimspiel gegen einen direkten Kontrahenten haben", so die Analyse von FCH-Coach Kostmann.

Nach zwei Heimsiegen (Duisburg 3:1, Aachen 2:0) steht für die Ostseestädter nur der dritte Dreier in Folge zur Debatte. "Wir wollen keinen Punkt sichern, sondern die Partie gewinnen. So werden wir das Spiel angehen. Wir werden eine Mannschaft auf den Platz schicken, die Angriffsfußball zeigen kann und will. Damit haben wir uns seit Dienstag in den Einheiten beschäftigt", verriet Rostocks Trainer. Definitiv muss der Coach auf Torhüter Jörg Hahnel (Rücken), Martin Retov (Rot-Sperre) und Enrico Neitzel (Oberschenkel) verzichten. Dagegen sind Enrico Kern (Rücken) sowie Bradley Carnell (Wade) nach ihren Verletzungen wieder topfit.

Gegenüber den Vorwochen wird er dabei keine "Wahnsinnsveränderungen in der Start-Elf vornehmen". Er vertraut vielmehr auf die Kicker der vergangenen Partien und darauf, dass sie aus ihren Defiziten gelernt haben. "Beim 1:2 gegen den Karlsruher SC haben wir einmal punktuell und in der zweiten Situation kollektiv geschlafen. Das waren ja keine grundlegenden Fehleinschätzungen der Spieler. Jetzt geht es darum, dass wir die Fehler eben nicht ein zweites Mal machen", erklärt Kostmann.

Neben den eigenen Stärken baut der Coach auch auf die äußeren Umständen: "Wir stehen über dem Strich und spielen zu Hause vor einer Kulisse, die für Frankfurt (zu Hause lediglich im Schnitt knapp 5000 Zuschauer) zumindest ungewöhnlich ist." Morgen werden in der DKB-Arena bis zu 20 000 Besucher erwartet, darunter auch die gesamte Mannschaft von Handball-Zweitligist HC Empor Rostock.

Symbolischer Anstoß durch Schwimmstar Thomas Rupprath

Im Rahmen eines Aktionstages "Sportler für Sportler" unterstützen die 36 Profiklubs der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die Deutsche Sporthilfe. Dabei wird Schwimmstar Thomas Rupprath morgen einen symbolischen Anstoß vollziehen.

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