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Hansa Rostock

20. November 2017 | 03:12 Uhr

Konsequent sein

vom

svz.de von
erstellt am 21.Nov.2011 | 05:45 Uhr

König Fußball soll unterhalten und Spaß machen. Und bei aller sportlichen Rivalität steht der Fair-Play-Gedanke an erster Stelle - nicht nur auf dem Platz sondern ganz besonders auf den Rängen. Doch was wöchentlich auf den Tribünen in ganz Deutschland passiert, ist von Respekt meilenweit entfernt. Es geht nicht mehr ums Anfeuern der eigenen Mannschaft, sondern nur noch um Anti-Gesänge. Wenn sich der Blick mehr auf den Gästeblock richtet als auf das Spielfeld, entwickelt sich König Fußball in die falsche Richtung. Leidenschaft gehört dazu, doch in den meisten Gesichtern ist der pure Hass zu sehen.

Auch beim Duell Rostock gegen St. Pauli stand am Sonnabend nicht das Geschehen auf dem Rasen im Mittelpunkt sondern eindeutig das Drumherum. Es wurde beiderseitig nur auf Provokationen gewartet, um dann darauf reagieren zu können. Dass Raketen kreuz und quer in Fanblöcke fliegen gehört mittlerweile leider an fast jedem Spieltag dazu. Das ist ein untragbarer und unerträglicher Zustand, der nicht zu tolerieren ist. Es muss jetzt Konsequenzen geben. Hansa hat es mit Zugeständnissen versucht, den Fans vor anderthalb Jahren unter anderem die Hintertortribüne gestattet. Doch der vor dieser Saison initiierte Ehrenkodex wurde mit Füßen getreten. Ab sofort kann es nur noch eine harte Linie geben. Der Club darf vor den Krawallmachern nicht einknicken. Es geht um seine Zukunft. Aber alleine kann es der Verein nicht schaffen. Er braucht Unterstützung von Gesellschaft, Politik und Gesetzgebung. Krawallmacher müssen rigoros aus dem Verkehr gezogen werden. Mit Raketen auf andere Menschen zu schießen, ist kein Kavaliersdelikt. Personalisierte Tickets, ausschließlich Sitzplätze, konsequentes Alkoholverbot wäre Lösungsansätze. Denn dies macht König Fußball nicht kaputt, sondern Woche für Woche die Chaoten.

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