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FC Hansa : Koflers Blitztransfer an die Ostsee

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Österreicher wechselt innerhalb weniger Tage von Innsbruck nach Rostock und will Hansa zum Klassenerhalt in der 3. Liga verhelfen

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2015 | 07:58 Uhr

Von den Alpen an die Ostsee: Für Hansas Neuzugang Marco Kofler ging in dieser Woche alles rasend schnell. Der 25-Jährige stand noch bis Montag in Diensten des österreichischen Zweitligisten Wacker Innsbruck, ehe er einer Ausleihe nach Rostock bis zum Saisonende zustimmte. „Als der Anruf vom Innsbrucker Sportdirektor kam, war ich beim Rodeln auf einer Alm. Er hat mir gesagt, dass Hansa Interesse hat. Ich hatte einen Tag Bedenkzeit, musste aber nicht lange nachdenken. Ich sagte zu und bin rauf in den Norden gefahren“, schildert der Tiroler den kurzfristigen Transfer, der ihn erstmals in seiner Laufbahn ins Ausland führt.

Kein Wunder, dass Kofler an der Küste noch eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht. „Es ist ein bisschen merkwürdig, wenn man um sich herum keine Berge mehr hat. Ich war schon am Hafen und am Meer, auch das Stadion ist wunderschön. Weil alles so schnell ging, musste ich mir hier noch eine Zahnpasta kaufen“, sagt der groß gewachsene Defensivspieler.

Auch sportlich will sich der „Ösi“ schnell beim Drittligisten einfinden und der abstiegsbedrohten Mannschaft zum Klassenerhalt verhelfen. „Hansa und sein ganzes Umfeld gehören nicht in die 3. Liga. Das müssen wir so schnell wie möglich ändern. Ich hoffe, meinen Beitrag dazu leisten zu können.“

Dass Kofler, der übrigens nicht mit seinem berühmten Namensvetter, Skispringer Andreas Kofler verwandt ist („Er wohnt aber nur zehn Minuten von mir entfernt“), bereits morgen im Spiel gegen Jahn Regensburg im Kader des FC Hansa steht, schließt Trainer Karsten Baumann nicht aus. „Wenn man sieht, wie Marco nach einer langen Anreise in der ersten Einheit aufgetreten ist, dann bin ich positiv gestimmt. Er ist laufstark und physisch gut drauf. Das ist genau der Mann, den wir in unserer Situation brauchen und der im Team seinen Platz finden wird“, lobt Baumann.

Nur in einer Hinsicht hat Kofler selbst noch seine Bedenken: die Sprachbarrieren. „Ich glaube, ein Großteil der Spieler können mich nicht recht verstehen. Aber auch da kann ich mich ja noch steigern“, flachst der Österreicher. Und wer weiß, vielleicht wird der Profi, für den Hansa eine Kauf-Option besitzt, über diese Saison hinaus an der Küste heimisch.

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