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Geisterspiel Hansa Rostock : Keine Zuschauer, keine Tore

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gerechtes, zähes 0:0 zwischen Hansa und Regensburg

von
erstellt am 29.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Zweites Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit für den FC Hansa: Nach dem 2:2 gegen Dresden in der 2. Bundesliga 2011/12 ging es am Sonnabend vor, wenn’s hochkommt, 150 Anwesenden im Ostseestadion zum Auftakt der Rückrunde der 3. Liga 2016/17 gegen den SSV Jahn Regensburg. Das Ergebnis war das dem traurigen Anlass am besten gerecht werdendste: 0:0.

Der FCH begann exakt mit der von uns in der Sonnabend-Ausgabe angekündigten Formation, also tatsächlich mit allen vier Zugängen: Nadeau in der Innenverteidigung, Bischoff im zentralen defensiven Mittelfeld, Quiring auf der linken Seite (wechselte nach knapp einer Stunde mit der Einwechslung von Andrist nach ganz vorn) und Väyrynen im Angriff. Trainer Brand: „Die Jungs brauchen Eingewöhnungszeit. Sie hatten alle gute und auch weniger gute Szenen. Jede Einsatzminute ist wichtig, denn sie haben ja zum Teil lange nicht gespielt. Man sah aber, dass sie Potenzial besitzen. Sie werden uns noch weiterhelfen.“

Der Verlauf der ersten Hälfte entsprach weitestgehend dem für ein Geisterspiel typischen Elend: Es war schlicht und ergreifend kaum etwas los. Torgefahr kam eigentlich nur einmal auf: Quiring blieb am aus seinem Strafraum herausstürzenden Gäste-Torhüter Pentke hängen, die Kugel kam zu Ziemer, der sie aus 30 Metern direkt im leeren Regensburger Tor unterzubringen versuchte – daneben. Dennoch tosender Applaus von ungefähr fünf Paar Händen (25.)…

In der zweiten Halbzeit nahm die Partie Fahrt auf. Auch, weil sich in der Rostocker Defensive auf einmal Unruhe ausbreitete, vor allem Nadeau an Sicherheit verlor. So bekam Schuhen ordentlich zu tun. Er hielt gegen den frei durchgebrochenen Grüttner (52.) und zog gleich zweimal Saller den Zahn (59., 63.). Als der Hansa-Keeper ausnahmsweise mal nichts machen konnte, halfen a) die Latte beim Kopfball von George und b), dass sich der regelmäßig ganz hinten mithelfende Ziemer in den Nachschuss warf (74.). Das 0:1 lag in der Luft.

Doch auch die Weiß-Blauen hatten ihre Möglichkeiten. Als der gerade eingewechselte Andrist so gut wie weg und eine Riesenchance im Entstehen war (61.), rammte ihn der Regensburger Knoll mit voller Absicht um. Ein taktisches Foul, für das, auch wenn es relativ weit seitlich und nicht in direkter Tornähe geschah, die gelbe Karte schmeichelhaft war. Andrist hatte weitere verheißungsvolle Szenen (wurschtelte sich durch, schloss jedoch um etwa einen Balldurchmesser zu hoch ab/ 65., beziehungsweise traf das Tor nicht, als Pentke einmal nicht im Bilde war/88.). Dafür entschärfte der Jahn-Keeper stark einen satten Schuss von Tobias Jänicke (77.). Letzterer fasste das 0:0 so zusammen: „Es war sicherlich kein spielerisches Highlight – eine zähe Partie mit dem gerechten Ergebnis. Wir haben noch viel Luft nach oben.“

 

 

 

 

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