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Hansa Rostock : Kein Risiko mehr eingehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Für Hansas Offensivakteur Timo Gebhart heißt es weiterhin zuschauen – er ist wohl auch nächste Woche noch keine Option

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Seit gut zwei Wochen arbeitet Hansas Offensivmann Timo Gebhart an seinem Comeback für den Fußball-Drittligisten. „Das ist jetzt meine zweite Woche. In der ersten Woche habe ich nur eine Einheit pro Tag mitgemacht und ein bisschen Stabilisation drinnen, da war es noch ein bisschen ruhiger. Jetzt trainiere ich alles mit“, erklärt Gebhart und fügt mit einem Lachen hinzu: „Es macht schon wieder Spaß – auf jeden Fall.“ Dennoch muss der 27-Jährige gestehen, dass vor allem körperlich noch einiges zur kompletten Fitness fehlt. „Ein wenig schwere Beine habe ich schon, aber das ist in den ersten Wochen so…“

Bereits zum zweiten Mal wirft den Mittelfeldakteur ein Muskelfaserriss zurück – nachdem er wegen dieser Verletzung schon die beiden letzten Hinrundenspiele verpasste, wollte Gebhart in der Vorbereitung zur Rückrunde erneut angreifen, doch daraus wurde nichts. „Es ist richtig ärgerlich, weil ich sehr gut trainiert habe und fit aus dem Urlaub gekommen bin“, gesteht Gebhart.

Auch deshalb schätzt er einen Einsatz morgen beim FSV Frankfurt (Anpfiff 14 Uhr) als unrealistisch ein: „Die Chancen sind wohl bei minus 100 Prozent. Diese und auch nächste Woche sind noch nicht möglich. Ich will bei 100 Prozent sein, das dauert. Ich denke, es ist besser, wenn ich komplett fit zurückkomme, dann kann ich der Mannschaft am besten helfen.“

Diese Ansicht teilt auch Cheftrainer Christian Brand, der seinem kreativen Mann Zeit zur Regeneration geben möchte. „Bei Timo will ich überhaupt kein Risiko mehr eingehen, weil er schon zweimal eine Verletzung in der Muskulatur hatte. Er sollte im Moment eher eine Woche mehr pausieren“, schätzt der 44-jährige Coach ein.

Ein idealer Saisonverlauf ist aber anders, das sieht auch Timo Gebhart so: „Wir – und vor allem ich – haben uns das anders vorgenommen. Aber es ist jetzt nun mal so. Es sind noch einige Spiele, und zu denen komme ich dann richtig fit zurück.“ Von der Tribüne – oder dem Fernseher – aus hat aber auch der 27-Jährige eine Leistungssteigerung der Hanseaten auf dem Feld beobachtet. „Wir haben ein gutes Spiel gegen Halle gemacht. Und nach der Partie in Großaspach hat sich angedeutet, dass wir mal gewinnen“, sagt er selbstbewusst, mahnt aber an: „Wir müssen auf dem Boden bleiben, weil es nur ein Spiel war. Es war gut und hat gepasst, aber wir müssen jetzt nachlegen…“

Einfach wird das Nachlegen jedoch nicht, da vor allem die Intensität in der 3. Liga sehr hoch ist. „In jedem Zweikampf geht es, als ob es der letzte wäre. Du musst topfit sein, damit du dein Spiel durchbringen kannst“, so Gebhart. Hinzu kommt für ihn noch die sehr enge Tabelle. „Das ist der Wahnsinn – wenn du einmal gewinnst, dann bist du schon wieder oben dran, verliert man aber, steckt man im Abstiegskampf… Deswegen sollten wir auch von Spiel zu Spiel gucken.“ Ob der FC Hansa mit Timo Gebhart auch in der kommenden Saison planen kann, ist noch offen: „Ich fühle mich hier wohl, aber man weiß nicht, wie es im Fußball läuft. Wir haben nicht darüber gesprochen. Das kommt zur richtigen Zeit. Jetzt muss ich erst einmal wieder spielen“, sagt der 27-Jährige.

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