FC Hansa Rostock : Kampf um die Nummer eins

Der neue Hansa-Keeper Eric Gründemann (rechts) ist begeistert von den Einheiten mit Stefan Karow. Sein Ziel ist es, irgendwann im Ostseestadion im Tor zu stehen. Gemeinsam trainiert der 18-Jährige hier mit seinem Torhüter-Kollegen Kai Eisele.
Der neue Hansa-Keeper Eric Gründemann (rechts) ist begeistert von den Einheiten mit Stefan Karow. Sein Ziel ist es, irgendwann im Ostseestadion im Tor zu stehen. Gemeinsam trainiert der 18-Jährige hier mit seinem Torhüter-Kollegen Kai Eisele.

Das Ringen um den Platz als Stamm-Torhüter bei Hansa ist eröffnet / Torwart-Trainer zufrieden mit seinem Team

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28. Juni 2017, 08:00 Uhr

Beim Fußball-Drittligisten FC Hansa formt sich derzeit im Trainingslager auf der Insel Rügen ein neues Torhüter-Team. Torwart-Coach Stefan Karow hat dafür gesorgt, dass die vier neuen Keeper der Rostocker – Kai Eisele, Luis Zwick, Eric Gründemann und Philipp Puls aus der eigenen B-Jugend – sich quasi eine Vierer-WG im Hotel teilen. „Die Jungs sollen sich besser kennenlernen und gemeinsam voneinander lernen. Deshalb wollte ich das gerne so“, erklärt der 43-jährige Trainer.

Gründemann ist beeindruckt von Fans

Komplettiert hat das neue Team der Keeper der 18-jährige Eric Gründemann, der vor sechs Tagen seinen Vertrag bis 2019 beim Rostocker Traditionsverein unterschrieb. „Beim Probetraining und durch die Gespräche im Vorfeld mit Stefan Karow habe ich gemerkt, dass er wirklich einen Plan hat, mit dem wir arbeiten, mit dem ich meine Entwicklung fortsetzen und auch den Sprung in den Profi-Bereich schaffen kann“, begründet Eric Gründemann seine Entscheidung für den FCH.

Zuletzt stand der junge Torhüter bei der U 19 von Eintracht Frankfurt zwischen den Pfosten. Trotz seines jungen Alters weiß Gründemann schon genau, in welche Richtung es bei Hansa gehen soll: „Wir möchten aufsteigen irgendwann – das ist das große Ziel. Ich bin jung und hungrig. Aber ich denke, dass es jetzt erst einmal wichtig ist, eine solide Saison zu spielen nach der vorherigen. Und irgendwann will ich natürlich auch im Ostseestadion vor den Fans im Tor stehen.“ Beeindruckt zeigt er sich schon bei den Fan-Aufläufen zu den Testspielen. „In dem Ausmaß kannte ich das nicht. Das war ein schönes Gefühl. Das motiviert natürlich noch mehr, im Tor stehen zu wollen.“

Doch dass nicht er diese Entscheidung trifft, weiß auch der 18-Jährige. Am Ende entscheidet das der Trainer. Aber wer wird am 1. Spieltag zwischen den Pfosten stehen? „Sie sind alle unterschiedlich, aber alle Jungs sind sehr wissbegierig und ehrgeizig. Sie verschlingen alles, was ich ihnen erkläre. Es macht Spaß“, sagt Stefan Karow. Und das Team scheint sich auch schon gut gefunden zu haben: „Jeder muss wissen, dass er die gleichen Chancen wie die anderen bekommt. Wir müssen alle Vertrauen ineinander haben.“

Karow bekommt vollstes Vertrauen

Auch deshalb ist er sehr zufrieden mit seiner Auswahl beim neuen Torwart-Team. Bei der Zusammenstellung hatte der 43-Jährige das vollste Vertrauen des neuen Coaches Pavel Dotchev sowie vom Sport-Vorstand René Schneider bekommen. „Ich finde das gut, dass beide mir vertrauten, was die Jungs angeht, die ich gescoutet habe, dass sie meine Vorschläge annahmen und dass es geklappt hat. Das ist für mich auch eine Wertschätzung“, so Karow. Er fügt hinzu: „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es noch junge Torhüter sind, die auch mal Fehler machen. Hoffentlich passieren diese aber nur im Training.“

Bei der Wahl zur neuen Nummer eins möchte er sich noch nicht festlegen. Gemeinsam mit Cheftrainer Dotchev wird er zum Ende der Vorbereitung eine Entscheidung treffen. Die Devise dabei ist: „Es muss das Beste für die Mannschaft sein“, so Stefan Karow.

Hansa intern

Dotchev entscheidet Kapitänsfrage: Noch gut drei Wochen sind es  für den FC Hansa bis zum ersten Pflichtspiel in der Saison 2017/18 der  3. Fußball-Liga – wer die Rostocker dann als Kapitän auf den Platz führen wird, steht allerdings noch nicht fest. Chefcoach Pavel Dotchev wird diese Entscheidung jedoch  nicht den Spielern überlassen, sondern die Wahl selbst fällen.

Bischoff wechselt die Nummer: Hansa-Mittelfeldakteur Amaury Bischoff wird zur neuen Spielzeit einen Nummern-Wechsel vornehmen: Bisher trug der 30-Jährige auf seinem Trikot die 28, ab jetzt hat er die 10. Bischoff begründet die Änderung: „Das ist meine Lieblingszahl. Außerdem trug mein Lieblingsspieler Zinédine Zidane die 10 in der französischen Nationalmannschaft.“ Als der Mittelfeldregisseur vor gut einem halben Jahr von Münster an die Ostsee wechselte, war die Nummer noch an Aleksandar Stevanovic vergeben. „Deshalb habe ich damals die 28 gewählt.“

Quiring pausiert wegen einer Zerrung: Bei den gestrigen Einheiten setzte Flügelflitzer Christopher Quiring aus. Der 26-Jährige pausierte wegen einer vermutlichen Zerrung im Oberschenkel, die er sich im Training am Montag zugezogen hatte. Auch Tim Väyrynen setzte krankheitsbedingt noch einmal aus.

Maries Hansa-Kolumne: Sommer an der Ostsee

Es ist Ende Juni, bereits vor einer Woche war der astronomische oder kalendarische Sommeranfang, seit dem 1. Juni ist sogar schon für die Meteorologen offiziell Sommer. Trotz der doch eher frühlingshaften Temperaturen von gerade einmal 16 Grad Celsius im Ostseebad Göhren auf Rügen hielt ich es dennoch für meine Pflicht, den Gang in die Ostsee zu wagen. Es ist doch schließlich Sommer!

Bereit, mich in die Wellen zu stürzen, wurde mir beim Anblick der vorausgesagten Wassertemperaturen dann doch mulmig. Ebenfalls 16 Grad erwarten mich in dem kühlen Nass. Warm ist etwas anderes. Allerdings soll kaltes Wasser ja abhärten und gut für den Kreislauf sein. Außerdem baden jährlich Tausende schon zum Jahreswechsel – im Januar – bei weitaus niedrigeren Luft- und Wassertemperaturen an.

Warum also sollte es für mich nicht möglich sein, die Kälte durchzustehen. Einen Versuch ist es wert. Und was für eine Überraschung: Als ich meinen Fuß vom warmen Sandstrand hob und in die anschwemmende Welle hielt – gedanklich schon darauf eingestellt, dass ich sofort erfriere – war das Wasser zwar zunächst kühl, aber schnell gewöhnte ich mich daran. Langsamen Schrittes watete ich tiefer ins Wasser. Was für eine Erfrischung. Nun kann ich hinter diesen Vorsatz für den Sommer an der Ostsee ein Häkchen setzen.

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