zur Navigation springen

Hansa Rostock : Kämpfer Bryan Henning grinst nur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Rostocker Mittelfeldmann feierte beim 1:0 in Erfurt unerwartet sein Debüt von Beginn an: „Es war megaschön und ich hatte Gänsehaut“

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Nur mit einem breiten Grinsen hat Bryan Henning dreieinhalb Stunden vor dem Anpfiff in Erfurt (1:0) seine Nominierung in die Start-Elf des FC Hansa quittiert. „Ich habe es kurz vor dem Spiel erfahren. Es war natürlich wunderschön, auch weil ich nicht damit gerechnet hatte. Dann habe ich mich beim Trainer bedankt, weil ich so schnell eine Chance bekomme, und wollte ihm im Spiel beweisen, dass er mich immer reinwerfen kann, wenn er mich braucht“, sagte der 22-Jährige.

Und Henning überzeugte. Giftig und aggressiv in den Zweikämpfen, gab er keinen Ball verloren und kaufte seinen Erfurter Gegenspielern den Schneid ab. „Am Anfang habe ich versucht, über die Härte zu kommen. In der ersten Hälfte gab es zwei, drei Situationen, in denen ich schneller hätte spielen können, doch es war auch erst mein erstes Spiel auf diesem Niveau. Ich habe mich gut reingebissen“, so der Mittelfeldmann, der zu Beginn auch etwas nervös wirkte: „Ich war am Anfang sehr aufgeregt. Es ist einfach unfassbar, wie die Fans uns unterstützten. Es war megaschön und ich hatte Gänsehaut.“

Selbst von einer gelben Karte in der ersten Hälfte ließ er sich nicht aus dem Spiel nehmen, blieb aggressiv. „In fünf Jahren im Männerfußball habe ich öfters eine gelbe Karte bekommen, aber ganz selten Gelb-Rot. Irgendwie kann ich damit gut umgehen, wenn ich eine frühe gelbe Karte bekomme. Meine Teamkameraden hatten zwischenzeitlich ein bisschen Angst, aber es hat alles geklappt.“

Neben allem Drumherum konnte er die Partie auch ein wenig genießen. „Dafür habe ich ja 15 Jahre gearbeitet, um endlich vor solch einer Kulisse aufzulaufen und mitzubekommen, wie alle für die Mannschaft schreien und uns nach vorne treiben. Das ist einfach wunderschön“, sagt Bryan Henning.

Klar, dass er jetzt Lust auf mehr hat. „Natürlich habe ich Blut geleckt. Ich hoffe, so viele Spiele wie möglich zu machen. Doch ich muss abwarten. Ich bin noch jung, brauche Geduld. Allerdings werde ich versuchen, in jedem Spiel zu zeigen, was ich kann.“

Denn die Geduld ist nicht die große Stärke des geborenen Zweikämpfers. „Es ist natürlich schwer, auch mir persönlich fällt es nicht leicht, zumal ich im Männerbereich immer gespielt habe. Aber man muss das lernen. Es gehört einfach dazu. Irgendwann kommt meine Chance“, so Henning, den die Teamkollegen natürlich unterstützen: „Man übersteht es zusammen besser und bekommt Hilfe von den Kumpels, mit denen man abhängt. Die meisten sind ja sogar noch jünger. Es fällt auch leichter, wenn die älteren Spieler zum Beispiel sagen, dass deine Zeit noch kommen wird und man Geduld haben muss.“

Morgen gegen Aufsteiger SV Meppen (14 Uhr Ostseestadion) hofft er nach sieben Punkten aus drei Spielen auf den nächsten Sieg: „Wir wollen wieder unser Spiel machen.“

Grupe läuft

Doppelte Freude bei Tommy Grupe: Der Defensivmann, den zuletzt ein Muskelfaserriss außer Gefecht setzte, ist wieder im Lauftraining. Zudem wird er Papa, seine Freundin ist schwanger.

Bouziane bricht ab

Mounir Bouziane musste das gestrige Regenerationstraining nach einem Zusammenprall wegen Nasenblutens abbrechen.

Die Abschlusseinheit für die morgige Partie gegen Meppen findet heute um 14 Uhr statt.

Duo zurück

Vladimir Rankovic (Sprunggelenk) und Willi Evseev (Muskelfaserriss) sind auf dem Trainingsplatz zurück, absolvierten gestern ein individuelles Programm.

Sitzplätze weg

Die Sitzplatzbereiche des Ostseestadions sind für das Spiel der 1. Hauptrunde im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Hertha BSC Berlin (14. August um 20.45 Uhr) bereits ausverkauft.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen