Hansa Rostock : Jetzt nach vorne schauen

Christian Bickel verwandelte wie hier gegen Bremen II auch gegen Kaiserslautern seinen Elfmeter sicher.   Fotos: Georg Scharnweber
Christian Bickel verwandelte wie hier gegen Bremen II auch gegen Kaiserslautern seinen Elfmeter sicher. Fotos: Georg Scharnweber

Hansas Christian Bickel ärgert sich zwar über das Aus im DFB-Pokal, doch der Fokus liegt auf der Liga

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11. August 2015, 08:00 Uhr

Das muss es doch gewesen sein: Nach einem klasse Pass in der 114. Spielminute von Marcel Ziemer auf Christian Bickel haben die mehr als 20 000 Hans-Anhänger das runde Leder schon im Tor gesehen. Doch Gäste-Keeper Müller verhindert die Entscheidung (114.). So endete das Duell in der 1. Runde des DFB-Pokals des FC Hansa gegen den 1. FC Kaiserslautern nach 120 Minuten torlos, im Elfmeterschießen hatte Hansa nach einem Fehlschuss von Ziemer mit 4:5 das Nachsehen.

„Ja, das war eine hundertprozentige Chance, aber das mit dem Linksschuss zu schaffen, war in der Situation nicht so leicht“, räumte Bickel nach dem Spiel ein. Noch am Sonntagabend hat er sich die Aufnahmen dieser 114. Minute angesehen und sich selbst dafür getadelt, das „Ding“ nicht gemacht zu haben. „Aber nach einer so intensiven Spielzeit war die gedankliche Frische dann auch nicht mehr da.“

Eiskalt und gekonnt hat er dann aber seinen Elfmeter im Stechen verwandelt – und das gleich zweimal. Denn er musste seinen Elfmeter wiederholen, der Schiedsrichter hatte den Ball wohl noch nicht freigegeben. Doch gereicht hat es für den FCH trotzdem nicht.

„Wir hatten vorher auch viele gute Chancen und haben die nicht gemacht. Es ist einfach ärgerlich“, sagte Bickel. Und viele dieser Chancen gehen auf das Konto des 24-Jährigen. So setzte er selbst eine Ecke auf die Latte, verfehlte knapp das Tor, legte Vorlagen auf seine Mannschaftskollegen vor und sorgte für die ein oder andere Torgefahr bei ruhenden Bällen „Bei so etwas denke ich nicht nach und hoffe, dass er reingeht.“

Doch es sollte wohl einfach nicht sein. „Die Leistung in der gesamten Mannschaft hat an diesem Abend einfach gestimmt. Wir waren alle richtig gut drauf, haben gekämpft. Aber so ist Fußball, manchmal gewinnt halt nicht die bessere Mannschaft“, so der Mittelfeldspieler. Er werde sich aber nicht nur auf diese Niederlage konzentrieren. Den heutigen freien Tag nutzt er zum Abhaken der Geschehnisse. „Man muss jetzt auch nach vorne gucken.“

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