Hansa Rostock : Ist morgen dieser eine Tag?

Mit Karsten Baumann als Trainer kam der VfL Osnabrück in der Saison 2009/10 bis ins Viertelfinale – pflanzt der 45-Jährige jetzt auch dem FC Hansa das „DFB-Pokal-Gen“ ein?
Mit Karsten Baumann als Trainer kam der VfL Osnabrück in der Saison 2009/10 bis ins Viertelfinale – pflanzt der 45-Jährige jetzt auch dem FC Hansa das „DFB-Pokal-Gen“ ein?

Trainer Karsten Baumann weiß aus seiner Zeit beim VfL Osnabrück, wie man Favoriten zur Strecke bringt

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08. August 2015, 08:00 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa ist morgen (18.30 Uhr Ostseestadion) im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern aus der 2. Bundesliga heiß darauf, den Favoriten vor erhofften 20 000 Fans (mehr als 17 000 Tickets sind bereits verkauft) rauszuwerfen.

„Vielleicht erwischen wir diesen einen Tag. Von zehn Spielen wird der Klassenhöhere sicherlich acht gewinnen. Wir müssen Top- Niveau erreichen, und wenn dem Gegner das nicht gelingt, dann haben wir eine Chance“, so der Rostocker Chefcoach Karsten Baumann. Als Spieler habe er im DFB-Pokal „das eine oder andere negative Erlebnis“ hinter sich (z. B. Finale 1991 mit Köln gegen Bremen im Elfmeterschießen verloren). „Als Trainer aber gibt es für mich grundsätzlich positive Erinnerungen“, so Baumann. Vor allem denkt er gern an 2009/10 zurück, als die drittklassigen Osnabrücker unter seiner Regie den FC Hansa (seinerzeit 2. Bundesliga/ 2:1), den Hamburger SV (3:3 n. V./Elfmeterschießen 4:2) und Borussia Dortmund (3:2) ausschalteten und erst im Viertelfinale an Schalke 04 scheiterten (0:1).

Pflanzt Baumann jetzt dem FCH das „Pokal-Gen“ ein? Das wäre gut, denn der kam letztmals 2008/09 über die 1. Runde hinaus. Der bislang letzte Auftritt der Rostocker im DFB-Pokal ist auch schon eine Weile her. Im August 2012 war’s, und der Gegner hieß – Kaiserslautern. Seinerzeit war es ebenfalls ein Duell 3. contra 2. Liga, die Pfälzer siegten schließlich mit 3:1.


Bekannter Gegner zu Gast im Ostseestadion


Ein torarmes Ergebnis ist auch morgen nicht zu erwarten, denn in 13 der bislang 27 Vergleiche zwischen den Ostseestädtern und den „Roten Teufeln“ um Punkte bzw. im Pokal fielen vier Treffer oder mehr. Man erinnere sich nur an die 2. Liga 2008/09: auswärts 0:6, zu Hause 5:1 aus Sicht der Hanseaten.

„Der DFB-Pokal ist immer etwas Besonderes: Nur sechs Spiele bis Europa“, flachst der Trainer, der eine „etwas defensivere Ausrichtung als in einem Liga-Heimspiel“ ankündigt, „was nicht heißt, dass wir uns hinten reinstellen“. Immerhin wird eine Überraschung angestrebt – und wenn es länger als 120 Minuten dauern sollte. Baumann trocken: „Wir wollen nicht ins Elfmeterschießen kommen, sondern das vorher erledigen.“

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