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Hansa Rostock : Immer wieder alles reinknallen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Laden dicht: Der FC Hansa hat mit Blaswich, Hüsing, Riedel und Bischoff ein völlig neues Granit-Quartett im Abwehrbereich

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erstellt am 02.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Mit sieben Punkten aus den ersten drei Partien hat der FC Hansa einen guten Start in die 3. Fußball-Liga 2017/18 hingelegt. Überzeugend ist dabei vor allem der Defensivauftritt des Teams. Bislang mussten die Rostocker noch keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen.

„Julian Riedel weiß ganz genau, was ich von ihm erwarte. Ich hatte ihn schon ein paar Jahre als Spieler. Oliver Hüsing hat eine enorme Qualität. Wir haben im Sommer über einen Monat mit ihm, seinem Berater und dem Verein verhandelt. Ich bin froh, dass ich auf ihn gewartet habe, wenngleich es ein paar Nerven gekostet hat. Amaury Bischoff habe ich auch schon mal gehabt. Und bei Janis Blaswich hat man heute gesehen, was einen guten Torwart ausmacht. 90 Minuten nichts zu tun, dann ist er einmal gefragt und ist da. Das ist für mich schon die große Klasse“, beschreibt Coach Pavel Dotchev sein Granit-Quartett im Abwehrbereich.

Dass die Vier erst seit dieser Saison zusammenspielen, kann man fast nicht glauben, wenn man sie auf dem Platz agieren sieht. „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Es war erst der 3. Spieltag. Wir dürfen uns nicht da drauf ausruhen, sondern müssen Tag für Tag und Woche für Woche arbeiten, dass es so bleibt, sonst kann es auch schnell mal nach hinten losgehen. Aber klar, im Moment passt einiges zusammen. Das kommt aber auch nur, wenn jeder immer mit 100 Prozent ins Training und in die Spiele geht“, erklärt Oliver Hüsing, der jedoch auch glaubt, dass Hansa noch stärker wird: „Das muss das Ziel sein. Wir wollen uns doch verbessern und nicht stagnieren oder Rückschritte machen. Aber, wie gesagt, das geht nur, wenn wir jeden Tag immer wieder alles reinknallen.“

Ein großer Faktor im Abwehrverbund ist Keeper Janis Blaswich, der eine große Souveränität besitzt. „Es ist wichtig, dass man als Torwart Ruhe ausstrahlt. Dann kann man das auch ein bisschen auf die Verteidiger übertragen. Das hilft beim Spielaufbau“, so der 26-Jährige, der überzeugt ist, dass das Team fußballerisch den richtigen Weg eingeschlagen hat: „Wenn man sich aus einer Drucksituation hinten rauskombiniert, dann hat man eine gute Situation vorne, weil gleich drei, vier, fünf Mann überspielt sind, und dann wird es meistens gefährlich.“

Der Hauptgrund, weshalb es schon zu Saisonbeginn so rund läuft, ist laut Blaswich allerdings der Teamgeist: „Hut ab. Wir verstehen uns alle ganz gut, auch außerhalb des Platzes. Das ist auch ein Rezept für den Erfolg. Wir reden viel und puschen uns gegenseitig, beziehen alle mit ein.“ Eine Einschätzung, die Hüsing teilt: „Es ist ein großer Bestandteil der Mannschaft, dass wir diesen Teamgeist an den Tag legen. Wenn man dreimal in Folge zu null spielt, schweißt das zusammen und hilft bei der Entwicklung.“

 

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Alle nennen ihn Captain America

Oliver Hüsing – der Siegtorschütze für Hansa in Erfurt – ist fest integriert beim Fußball-Drittligisten. Dafür spricht auch, dass seine Teamkollegen ihm den Spitznamen Captain America gegeben haben. „Die Mannschaft hat mich in den Katakomben schon häufiger so genannt. Es gibt Schlimmeres, als Captain America genannt zu werden. Von daher ist es in Ordnung für mich“, sagt der Abwehrchef.

 





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