zur Navigation springen

FCH-Trainer Karsten Baumann : „Ich sehe uns auf einem guten Weg“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

FCH-Trainer Karsten Baumann zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung und dem Camp auf der iberischen Halbinsel zufrieden

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 08:08 Uhr

Im Gespräch mit unserem Redakteur Peter Richter zieht Cheftrainer Karsten Baumann ein Fazit des nunmehr beendeten Trainingslagers des FC Hansa in Spanien.

Herr Baumann, wie würden Sie das Camp kurz zusammenfassen?

Karsten Baumann: Die Mannschaft hat sich hier gut präsentiert und konzentriert gearbeitet. Sie ist sehr gut aufgetreten auch außerhalb des Trainingsplatzes. Keiner hat über die Stränge geschlagen, keiner sich großartig verletzt. Wenn es einen kleinen dunklen Fleck gab, dann war das die erste Halbzeit beim 0:1 gegen den FC Cartagena. Im zweiten Testspiel (FC Biel/Bienne 1:0 – d. Red.) war eine Steigerung zu sehen. Ich war sehr zufrieden mit der Mannschaft und mit den Bedingungen.

Auch mit den Probetrainierern Martin Kavdanski und Dimo Atanasov in der zentralen bzw. linken Abwehr sowie Stürmer Sabrin Sburlea?

Sie waren hier, damit wir sie testen konnten. Wir wollten sie natürlich in den Spielen sehen, sonst hätten sie ja nicht herfliegen brauchen. Sie haben ihre Sache gut gemacht. Man hat gesehen, dass das alles vernünftige Jungs sind, die zu Recht hier waren. Davon abgesehen haben wir es geschafft, das Gros der Mannschaft so spielen zu lassen, wie ich es im Kopf hatte.

Apropos: Der Vorgänger des jetzigen Kapitäns Denis-Danso Weidlich, Innenverteidiger Christian Stuff, kam nur im ersten Testspiel für etwa zehn Minuten zum Einsatz…

Christian bringt sich ganz hervorragend ein. Dass er das Kapitänsamt mit der Begründung niederlegte, er wolle sich auf den Fußball konzentrieren, fand ich, war ein guter Zug. Allerdings haben derzeit andere die Nase vorn. Er wird im Moment nicht spielen.

Sie ließen in beiden Tests ein 4-4-2 praktizieren…

Ich nutzte die Feiertage, um alle Planspiele durchzugehen und mir Gedanken zu machen, wie die Mannschaft am stabilsten auftritt, dass wir gut verteidigen und trotzdem Torgefahr ausstrahlen. Lässt sich im 4-4-2 ein Spieler ein bisschen hängen, kann man darin auch ein 4-2-3-1 sehen, die Übergänge sind ja fließend. Wir haben mehrere Möglichkeiten.

In der Meisterschaft geht es nächsten Sonnabend bei Wehen Wiesbaden weiter, dann folgen drei direkte Kontrahenten im Kampf gegen den Abstieg…

Die ersten Wochen sind eminent wichtig für uns. Wehen Wiesbaden auswärts ist eine harte Nuss. Da werden wir uns beweisen müssen. Ich würde mir wünschen, dass wir da was mitnehmen. Ein Erfolgserlebnis dort würde uns ein bisschen Druck nehmen für das nächste Spiel (am 7. Februar zu Hause gegen Schlusslicht Regensburg – d. Red.).

Was betrachten Sie in Rostock als Ihre schwerste Aufgabe?

Als ich kam, waren die Spieler mental sehr down. Sie da herauszuholen, ist die schwierigste Aufgabe, und die ist noch nicht zu Ende. Ob wir in dieser Hinsicht erfolgreich waren, das wird der Ernstfall ans Tageslicht bringen. Die Stimmung beim Training und in der Mannschaft ist auf jeden Fall positiver als vor Weihnachten.

Was macht Sie optimistisch, dass der Klassenerhalt noch geschafft wird?

Dass die Stimmung bei den Spielern gekippt ist, auch dadurch, dass die Neuverpflichtungen positive Aufbruchstimmung erzeugen konnten. Außerdem haben wir vor dem Trainingslager zwei Wochen sehr konzentriert gerade im athletischen Bereich gearbeitet. Das wird sich auszahlen. In den beiden Tests hat man gesehen, dass wir insgesamt kompakter stehen als zuletzt. Das wird der Schlüssel sein. Ich sehe uns auf einem guten Weg.

Konnten Sie trotz aller Arbeit in Spanien auch mal entspannen?

Dazu war das Trainingslager nicht gedacht, aber auch ich habe den für die Mannschaft freien Donnerstagnachmittag zum Teil genutzt, um mal ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen. An den Abenden wurde mit Spielern gesprochen und der nächste Tag vorbereitet – und im Trainerteam haben wir noch ins „Dschungelcamp“ reingeschaut, das ist ja teilweise ganz unterhaltsam.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen