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FC Hansa Rostock : „Ich habe Bock auf Hansa“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Uwe Cording ist neuer Scout des FCH – er kennt sich mit Traditionsvereinen aus, seine vorherigen Stationen waren Dresden und Münster

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erstellt am 03.Sep.2016 | 16:00 Uhr

Er ist der neue Mann an Bord der Kogge: Uwe Cording unterstützt das Trainerteam um Christian Brand als neuer Chefscout. „Die Arbeit in Rostock ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich habe Bock auf Hansa“, sagt der Fußball-Lehrer. Beinahe hätte es bereits im vergangenen Jahr mit der Scouting-Position beim FCH geklappt. Nach dem Weggang von Goran Vucic kam der Kontakt in diesem Sommer nun erneut zustande – über den Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Lemmer, den Vorstand und Christian Brand. „Endlich hat es geklappt. Nach den Gesprächen merkten wir, dass die Chemie passt. Und meine Testphase war schon sehr intensiv“, sagt Cording mit einem Lachen. Dem stimmt auch der 44-jährige Cheftrainer zu: „Er ist ein erfahrener Mann und kennt sehr viele Spieler – sogar mich noch aus der Regionalliga in Niedersachsen“, berichtet Christian Brand.


Verbindung zu Hansa besteht seit 1995


Cordings Verbindung zum FC Hansa begann schon im Jahr 1995. Da absolvierte der heute 58-Jährige sein Praktikum für die Bundesliga-Trainer-Lizenz in der 1. Bundesliga bei den Hanseaten und in der 2. Liga beim VfB Lübeck. „In Rostock habe ich mit dem Cheftrainer Frank Pagelsdorf und seinem Co Andreas Zachhuber gearbeitet. Das waren meine ersten Kontakte in der Hansestadt – und seitdem bin ich immer mal wieder nach Rostock gekommen“, erzählt Cording. Zudem zählt er zwei ehemalige Hansa-Trainer zu seinen Freunden: Armin Veh (2002 bis 2003) sowie Peter Vollmann (2010 bis 2011 und 2014). „Beide waren Kollegen in meinem Fußball-Lehrer-Lehrgang – und ich habe sie dann auch ein paar Mal an der Ostsee besucht. Die Fußball-Welt ist eben klein.“

Für die Karriere als Scout hat er sich nach gut 25 Trainer-Jahren entschieden, um eine neue Ausrichtung im Bereich der 2. Bundesliga zu erhalten.

Seine erste Station in der neuen Rolle war in der Saison 2011/12 Dynamo Dresden unter Trainer Ralf Loose, den er ebenfalls aus dem Fußball-Lehrer-Lehrgang kennt. Nachdem Loose entlassen wurde und zu Preußen Münster wechselte, folgte ihm Cording. Und erneut kreuzten sich seine Wege mit denen des FC Hansa: Denn der Scout musste sowohl für Dresden in der 2. Liga die Hanseaten im Auge behalten als auch für Münster in der 3. Liga. „Bei den Preußen habe ich sogar ein Jahr lang Hansa im Stadion beobachtet – schon da kam dieses besondere Feeling rüber. Ich hatte immer denselben Platz auf der Westtribüne: Reihe fünf, Platz sechs oder fünf.“

Cording wird für Hansa nicht nur Spieler unter die Lupe nehmen, sondern auch zu einem Teil die Gegner- und Spieltagsanalyse übernehmen. Momentan beobachtet er besonders den SSV Jahn Regensburg, da die Bayernimmer gegen den nächsten Hansa-Gegner dran sind.

Mit Trainer Brand will der 58-Jährige dem FC Hansa ab jetzt einen Vorteil verschaffen, durch Gegneranalysen per persönlichem Gespräch und Präsentation. Eine wichtige Erkenntnis: Die Teams in der 3. Liga agieren bei Heim- und Auswärtspartien komplett anders – „das ist zum Teil ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich hoffe, dass ich mit meinen Beobachtungen Hansa helfen kann“, sagt Cording.

Brand vertraut seinem neuen Chefscout schon jetzt: „Auf diese Weise bekomme ich einen Gesamtüberblick und kann die Spiele optimal vorbereiten.“ Zudem soll Cording den Spielermarkt in Niedersachsen, dem Hamburger und Berliner sowie dem skandinavischen Raum abdecken. „Wir wollen so einen Schritt nach vorne machen“, erklärt der Coach.


Verantwortung bei einem Traditionsverein


„Leider kann auch ich den Ball nicht über die Linie
drücken“, spricht Uwe Cording Hansas derzeitige Torflaute an. Er selbst ist Stürmer bei der Ü50-Mannschaft des TuS Ricklingen. „Ich spiele, um mich fit zu halten. Da lege ich viel Wert drauf.“

Begeistert ist der Hannoveraner von dem Rostocker Team: „Ich habe die Spiele gegen Hamburg und Düsseldorf gesehen – die Tormöglichkeiten waren da. Momentan ist der spielentscheidende Moment nicht auf Rostocker Seite.“ Und dann kommen für ihn noch die Anhänger des Vereins hinzu. „Es ist einfach genial, dass die gesamte Stadt an einem Spieltag in den Farben weiß und blau erstrahlt – das finde ich toll. Ich weiß, welche Verantwortung bei der Arbeit in einem Traditionsverein auf mich zukommt – und ich freue mich darauf“, sagt Uwe Cording.

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