Hansa Rostock : Holthaus ist universell einsetzbar

Verteidiger und Offensivkraft: Fabian Holthaus beherrscht auf der linken Seite beide Positionen. Am vergangenen Wochenende erzielte er seinen ersten Treffer für den FC Hansa beim 1:2 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt, traf zum zwischenzeitlichen 1:1.
Verteidiger und Offensivkraft: Fabian Holthaus beherrscht auf der linken Seite beide Positionen. Am vergangenen Wochenende erzielte er seinen ersten Treffer für den FC Hansa beim 1:2 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt, traf zum zwischenzeitlichen 1:1.

Der 22-Jährige kam als Linksverteidiger zum FC Hansa – mittlerweile agiert er im linken Mittelfeld und erzielte seinen ersten Treffer

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18. Mai 2017, 08:00 Uhr

Mit seinem ersten Treffer für den FC Hansa im Fußball-Drittliga-Spiel der Rostocker gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (1:2) sorgte Fabian Holthaus zum letzten Mal in dieser Saison für Jubel auf den Rängen des Ostseestadions. Zwar ging die Partie am Ende verloren, aber „ich denke, wir haben keinen schlechten Fußball gespielt“, schätzt der 22-jährige Flügelflitzer das letzte Heimspiel ein.

Dennoch hadert er auch mit der eher mäßigen Bilanz gerade auf heimischem Rasen – nur vier Siege konnte die Kogge ziehen. „Das ist schon schwach – wir haben es einfach nicht hingekriegt, Führungen, die wir zu Hause hatten, mit in die Kabine zu nehmen. Wir schafften es nicht, das Ding als Team nach Hause zu fahren“, lautet das Fazit von Holthaus.

Dass der junge Kicker nun auch für die Tore beim FCH zuständig ist, war, als er kam, noch nicht so klar. Denn eigentlich hatte er die Position des Linksverteidigers inne, da Christian Dorda lange wegen einer Verletzung ausfiel. Doch mittlerweile agiert er vor Dorda und greift ins offensive Geschehen mit ein. „In der Jugend habe ich Stürmer gespielt, da habe ich viele Tore geschossen. Ich hoffe, dass wenn ich weiter vorne eingesetzt werde, es wieder kommt“, so Holthaus. Seine quasi Umschulung zum Verteidiger absolvierte er zunächst bei Darius Wosz in der U 18 des VfL Bochum , der ihn zum Innenverteidiger machte. Im Anschluss stellte Horst Hrubesch Holthaus für die DFB-U19-Auswahl hinten links auf. Ex-Hansa-Coach Christian Brand zog ihn nun nach vorne ins Mittelfeld. „Ich freue mich einfach zu spielen. Mit dem Tor habe ich eine gute Bewerbung hingelegt“, so Holthaus.

Der Fokus der Mannschaft liegt nun voll auf den letzten beiden Pflichtspielen in dieser Saison. Allen voran das Landespokalfinale am 25. Mai gegen den Verbandsligisten MSV Pampow. Zuvor heißt es aber noch, die 3. Liga ordentlich zu beenden – am Sonnabend ab 13.30 Uhr beim Chemnitzer FC. „Wir wollen in Chemnitz definitiv gewinnen, ein gutes Spiel zeigen. Alles in allem müssen wir die Saison gut zu Ende spielen.“

Vielleicht wieder mit einem solch sehenswerten Treffer wie beim 1:2 gegen Erfurt, als Holthaus mit einem Rechtsschuss die Kugel ins rechte Eck versenkte!? „Im Training blitzte das schon mal auf, irgendwann habe ich mir gesagt, es muss auch mal im Spiel klappen. Natürlich war es schön.“

Seinen Treffer widmete er zwei besonderen Menschen in seinem Leben: seiner Verlobten und seiner Mutter. „Ich habe ihnen am Vorabend versprochen, dass ich ein Tor schieße.“

Gespräche

Alle Spieler, deren Verträge zum Saisonende auslaufen, hatten gestern einen Gesprächstermin bei Vorstandschef Robert Marien und dem Sportlichen Leiter René Schneider. Dabei soll den Kickern unter anderem der weitere Werdegang nach der Beurlaubung von Trainer Christian Brand mitgeteilt worden sein. Heute sollen die Gespräche fortgesetzt werden.

Vollzug

Nun ist es offiziell: Mittelfeldspieler Michael Gardawski hat seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängert und wird den FC Hansa verlassen. Seit seinem Wechsel vom MSV Duisburg im Sommer 2015 hat der 26-Jährige 73 Pflichtspiele (1 Tor, 5 Vorlagen) für den FCH bestritten. Zudem wurde auch die Vertragsauflösung von Hasan Ülker bestätigt.

Training

Heute trainieren die Profis um 10.30 Uhr.

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