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FC Hansa Rostock : Henn wünscht sich Kopfballtor

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auf Lampen anbauen hatte der Innenverteidiger keine Lust – lieber arbeitet er auf einen Treffer im nächsten Spiel hin

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erstellt am 30.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Innenverteidiger Matthias Henn vom FC Hansa hatte in der Partie der 3. Fußball-Liga gegen den SV Werder Bremen II den 2:2-Ausgleichstreffer auf dem Kopf – doch der Ball prallte an der Latte ab (87.). „Ich habe mich bestimmt zwei Tage über diesen versemmelten Ball geärgert, aber jetzt ist genug. Wir haben als Mannschaft das Spiel ausreichend analysiert und müssen nun den Kopf für das nächste frei bekommen“, sagt Henn.

„Mund abwischen und nicht aus der Ruhe bringen lassen“ ist das Motto der Hansa-Profis vor der Partie am Sonnabend in Chemnitz. Entweder ein Spieler oder der Trainer, erklärt Henn, überlegt sich jede Woche einen „Leitspruch“, damit sich alle positiv auf das nächste Pflichtspiel einstellen.

Der – mit 30 Jahren – „Oldie“ im Team kennt sich auf Grund seiner Erstliga-Erfahrung bei Eintracht Braunschweig mit Krisensituationen aus. Und versucht gerade den jungen Spielern eine Hilfe zu sein. „Manchmal nehme ich mir den einen oder anderen zur Seite und bewerte mit ihm eine bestimmte Situation. Wir diskutieren viel, und das ist auch gut.“

Noch befinde sich das Team in der Phase des Kennenlernens. Matthias Henn ist selbst erst seit sechs Wochen dabei und muss sich noch an gewisse Marotten und Abläufe gewöhnen. Geholfen haben ihm beim Einleben seine Eltern, die noch in der Pfalz wohnen. „Den Umzug haben vor allem die beiden gestemmt, so hatte ich in der Vorbereitung den Kopf frei. Auf Lampen anbauen hatte ich nach dem Training wirklich keine Lust mehr“, sagt Henn schmunzelnd. Seine Eltern nutzten den Besuch dann spontan für einen Kurzurlaub.

Eingelebt habe er sich zwar schon gut in der Hansestadt mit dem „gewissen Urlaubsfeeling“, aber selbst nach der Vorbereitung bleibe, so der Kicker, nicht viel Freizeit. Um mal etwas abzuschalten, helfen ihm Telefonate in die Heimat: „Soziale Kontakte in Rostock aufbauen hat bisher noch nicht so geklappt.“

Gut, dass er Mannschaftskollegen hat: „Letztens habe ich mich spontan mit Schuh (Torhüter Marcel Schuhen – d. Red.) zum Kaffeetrinken getroffen, und wir haben ein bisschen erzählt.“ Das beliebteste Thema der Wahl-Rostocker: natürlich Fußball.

„Der Fokus ist nun mal das Spiel. Es ist schwer, das abzulegen. Auch zu Hause beschäftige ich mich noch mit den Videoaufnahmen, um mich zu verbessern“, so Henn. Er ist eben ein ehrgeiziger Fußballer – der sich für das nächste Spiel wünscht, „dass ich richtig stehe und der Ball von meinem Kopf wirklich ins Tor abprallt“.

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