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Hansa zittert sich zum Auswärtssieg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Rostocker gewinnen 1:0 bei Energie Cottbus

von
erstellt am 28.Feb.2016 | 20:00 Uhr

Aufgeheizte Stimmung im Stadion der Freundschaft: Das Abstiegsduell der
3. Fußball-Liga zwischen Gastgeber FC Energie Cottbus und dem FC Hansa entschieden die Rostocker knapp mit 1:0 (1:0) für sich.

Das Tor des Tages schoss Rechtsfuß Stephan Andrist schon in der 7. Minute. „Ich bin ein Spieler, der gerne im Strafraum ist, und Standards sind immer gefährlich. Ich wusste, dass wir mit Kofi, Matze Henn und Hoffi gute Kopfballspieler haben – und ich dachte, der Ball kommt mal in die Mitte. Dann war er da, und ich habe ihn nur noch über die Linie gedrückt“, beschrieb Andrist seinen Treffer.

Im Anschluss hieß es für die Mannen von Cheftrainer Christian Brand das Ergebnis verwalten. Denn ihnen gelangen nur wenige torgefährliche Szenen, die Lausitzer hatten mehr von der Partie, tauchten fast im Minutentakt vor dem Tor der Rostocker auf (25., 26.). Dennoch ging es mit einer 1:0-Führung für die Hanseaten in die Kabinen.

Nach der Pause gleiches Spiel: Die Abwehrreihe der Gäste war mehr und mehr gefordert. Bis auf eine Kontermöglichkeit gleich zu Beginn durch Andrist (48.) strauchelte Rostock immer wieder im Vorwärtsgang. Eine Nervenschlacht für die 8701 Zuschauer, davon gut 2000 mitgereiste Hansa-Fans, begann.

Aber FCH-Schlussmann Marcel Schuhen hielt den Sieg fest. „Mir tut eigentlich alles weh, aber das gehört dazu. Lieber drei Punkte, das ist wichtiger“, sagte der 23-Jährige, der beim Abwehren gegen
Sukuta-Pasu (64.) mit dem Schienbein gegen den Pfosten knallte. „Deshalb ist wiederum die Regel wichtig, dass man mit Schonern spielen muss“, sagte er. Ein Schreckmoment für die Mecklenburger, denn bereits unter der Woche zog sich der Keeper im Training eine Prellung am Sprunggelenk zu. „Ich dachte auch, das könnte eng werden. Aber der Trainer hat nach der Donnerstags-Einheit so eine geile Rede in der Kabine gehalten, da ist die Heilung schon fast von selbst gelaufen. Da ging es gar nicht anders, und ich musste spielen. Der Coach hat uns brutal gepusht und noch mal alles rausgekitzelt“, verriet Schuhen.

Er biss also weiter auf die Zähne und kämpfte bis zum Schluss – wie alle anderen Hanseaten, die sich in die Zweikämpfe schmissen und vor jeden torgefährlichen Ball warfen. Nur Stefan Wannenwetsch musste früher duschen gehen: In der 79. Minute sah er nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. „Das ist für mich Abstiegskampf. Wir haben die letzten beiden Auswärtsspiele auf gut Deutsch gesagt verkackt und jetzt gezeigt, dass wir auch anders können. Das war eine unglaubliche kämpferische Leistung der Truppe. Mich motiviert das total, wenn ich sehe, dass sich jeder für den anderen reinschmeißt und jeder Ball geblockt wird. Es geht nicht anders, es geht nur so“, so Schuhen.

Ziel erfüllt, Plan umgesetzt? „Wir sind hierher gekommen, um die drei Punkte zu holen, das haben wir geschafft. Jetzt konzentrieren wir uns auf Kiel“, so Siegtorschütze Stephan Andrist.

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