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FC Hansa Rostock : Hansa zittert sich zum Auswärtssieg

vom

Rostock siegt im Abstiegs-Derby gegen Energie Cottbus dank Stephan Andrist mit 1:0.

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2016 | 16:20 Uhr

Aufgeheizte Stimmung im Stadion der Freundschaft: Das Abstiegsduell der 3. Fußball-Liga zwischen Gastgeber FC Energie Cottbus und dem FC Hansa  entschieden die Rostocker knapp mit 1:0 (1:0) für sich.

Das Tor des Tages schoss Rechtsfuß Stephan Andrist schon  in der 7. Minute. „Ich bin ein Spieler, der gerne im Strafraum ist, und Standards sind immer gefährlich. Ich wusste, dass wir mit Kofi, Matze Henn und Hoffi gute Kopfballspieler haben – und ich dachte, der Ball kommt mal in die Mitte. Dann war er da, und ich habe ihn nur noch über die Linie gedrückt“, beschrieb Andrist seinen Treffer.

Im Anschluss hieß es für die Mannen von Cheftrainer Christian Brand das Ergebnis verwalten. Denn ihnen gelangen nur wenige torgefährliche Szenen, die Lausitzer hatten mehr von der Partie, tauchten fast im Minutentakt vor dem Tor der Rostocker auf (25., 26.). Dennoch ging es mit einer 1:0-Führung für die Hanseaten in die Kabinen.

Nach der Pause gleiches Spiel: Die Abwehrreihe der Gäste  war mehr und mehr gefordert. Bis auf eine Kontermöglichkeit gleich zu Beginn durch Andrist (48.) strauchelte Rostock immer wieder im Vorwärtsgang. Eine Nervenschlacht für die 8701 Zuschauer, davon gut 2000 mitgereiste Hansa-Fans, begann.

Aber FCH-Schlussmann Marcel Schuhen hielt den Sieg fest. „Mir tut eigentlich alles weh, aber das gehört dazu. Lieber drei Punkte, das ist wichtiger“, sagte der 23-Jährige, der beim Abwehren gegen

Sukuta-Pasu  (64.) mit dem Schienbein gegen den Pfosten knallte. „Deshalb ist wiederum die Regel wichtig, dass man mit Schonern spielen muss“, sagte er. Ein Schreckmoment für die Mecklenburger, denn bereits unter der Woche zog sich der Keeper im Training eine Prellung am Sprunggelenk zu. „Ich dachte auch, das könnte eng werden. Aber der Trainer hat nach der Donnerstags-Einheit so eine geile Rede in der Kabine gehalten, da ist die Heilung schon fast von selbst gelaufen. Da ging es gar nicht anders, und ich musste spielen. Der Coach hat uns brutal gepusht und noch mal alles rausgekitzelt“, verriet Schuhen.

Er biss also weiter auf die Zähne und kämpfte bis zum Schluss – wie alle anderen Hanseaten, die sich in die Zweikämpfe schmissen und vor jeden torgefährlichen Ball warfen. Nur Stefan Wannenwetsch musste früher duschen gehen: In der 79. Minute sah er  nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. „Das ist für mich Abstiegskampf. Wir haben die letzten beiden Auswärtsspiele auf gut Deutsch gesagt verkackt  und jetzt  gezeigt, dass wir auch anders können. Das war eine unglaubliche kämpferische Leistung der Truppe. Mich motiviert das total, wenn ich sehe, dass sich jeder für den anderen reinschmeißt und jeder Ball geblockt wird. Es geht nicht anders, es geht nur so“, so Schuhen.

Ziel erfüllt, Plan umgesetzt? „Wir sind hierher gekommen, um die drei Punkte zu holen, das haben wir geschafft. Jetzt konzentrieren wir uns auf Kiel“, so Siegtorschütze Stephan Andrist.

Urteil der Trainer

Vasile Miriuta (Cottbus): Mein Team  hat eine positive Reaktion gezeigt, in der Woche im Training und in dieser Partie. Wir spielten fast 90 Minuten auf ein Tor. Das war  beim Foul an Sven Michel ein klarer Elfmeter, der nicht für uns  uns gepfiffen wurde, dennoch hatten wir unsere Chancen und kämpften. Ich kann kein Wort gegen meine Jungs sprechen. Das macht mir Hoffnungen für den weiteren Weg. Wir werden einfach weiter machen.

Christian Brand (Rostock): Es war wie erwartet ein sehr, sehr schwieriges Spiel. Es war auch sehr eng. Am Ende waren wir die etwas glücklichere Mannschaft: Die eine große Tormöglichkeit, die wir in der ersten Halbzeit hatten, haben wir genutzt. In der zweiten Hälfte besaßen wir gleich zu Beginn eine sehr große Konterchance, aber die haben wir ungenutzt gelassen. Dann war es klar, dass Energie alles nach vorne wirft. In der Folgezeit haben wir die Kontermöglichkeiten nicht mehr so gut ausgespielt. Ich glaube, wenn das hier 1:1 ausgegangen wäre, hätten wir uns nicht beschweren dürfen. Trotzdem ein Riesenkompliment an die Mannschaft, wie sie sich hier präsentiert hat als Team.

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