Rostock gegen Pampow : Hansa zieht in den DFB-Pokal ein

Kapitän Michael Gardawski reckt nach seinem letzten Spiel für Hansa den „Pott“ empor, der ebenfalls Abschied nehmende Torwart Marcel Schuhen hat schon mal Bier geordert.

Kapitän Michael Gardawski reckt nach seinem letzten Spiel für Hansa den „Pott“ empor, der ebenfalls Abschied nehmende Torwart Marcel Schuhen hat schon mal Bier geordert.

Mit einem 3:1 über MSV Pampow konnte der FC Hansa Rostock zum dritten Mal in Folge den Fußball-Landespokal für sich entscheiden.

svz.de von
25. Mai 2017, 16:55 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa erkämpft sich den Sieg im Landespokalfinale von Mecklenburg-Vorpommern: Mit 3:1 (2:0) schlagen die  Rostocker Verbandsligist  MSV Pampow im Neustrelitzer Parkstadion vor 2807 Zuschauern und ziehen damit in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals ein.

Schon nach fünf Minuten führte Stürmer Marcel Ziemer den FCH auf die Siegerstraße, nachdem Tobias Jänicke auf ihn durchsteckte und der 31-Jährige nur noch zum 1:0 einschieben musste. Danach zog der Favorit souverän sein Spiel durch und ließ dem Sechstligisten keine Freiheiten, um auch nur ansatzweise gefährlich auf das Tor von Hansa-Keeper Marcel Schuhen, der weitestgehend beschäftigungslos war, zu gelangen. Das 2:0 erzielte erneut Ziemer (18.): Nach einer Jänicke-Ecke herrschte Unsortiertheit im Pampower Strafraum, und im Fünf-Meter-Raum kam „Cello“ an die Kugel, drehte sich und verwandelte. 

Bis zum Halbzeitpfiff plätscherte die Partie mehr so dahin. Pampow war darauf bedacht, nicht höher in Rückstand zu geraten. und die Hanseaten nahmen schon da einen Gang raus. „Das ist ja bekannt, dass du, wenn du erst einmal anfängst, runterzuschalten,  nicht mehr hochschalten kannst“, ärgerte sich Torhüter Marcel Schuhen über den zwischenzeitlichen Auftritt seiner Vordermänner.

Nach der Pause wollten die Hanseaten das Ergebnis eher verwalten und beschränkten sich aufs Verteidigen. Die Pampower wurden stärker und drängten auf  den Anschluss. Und so kam es dann auch: Der brasilianische  MSV-Stürmer Rafael da Silva Cruz netzte zum 2:1 ein (71.). Am Ende gelang dem eingewechselten Jeff-Denis Fehr der 3:1-Schlusspunkt –  und die Hanseaten konnten freudestrahlend den Landespokal entgegennehmen.

„Es hätte zwischendurch schon höher stehen müssen. Dann haben wir den Faden ein wenig verloren, das darf uns so nicht passieren, aber im Pokal gilt nur, dass man gewinnt“, sagte Schuhen.

Danach ging es aber für alle zum Feiern mit einer Bier-Dusche. „Wir mussten nach dem Gegentor wieder Gas geben, haben gewonnen und sind alle froh“, fasste Ziemer zusammen.

Stimmen

Uwe Ehlers (Trainer Rostock): Der Landespokalsieg war eigentlich eine Pflichtaufgabe für uns. Wir haben es in der ersten Halbzeit ordentlich gemacht, konzentriert gespielt und frühzeitig die Tore erzielt. Leider verlegten wir uns in der zweiten Hälfte viel zu sehr  aufs Verwalten  und sind nicht mehr zielstrebig aufs Tor gegangen. Es ist dann schwierig, den Schalter noch mal umzulegen. Deswegen taten wir uns bis zum Ende schwer.

Ronny Stamer (Trainer Pampow):  Gigantisch, was wir ablieferten. Zweite Halbzeit spielen wir 1:1. In der einen oder anderen Situation sind wir sogar dran, noch den Ausgleich  zu erzielen. Ich denke, was unsere Mannschaft in Hälfte zwei leistete, war echt beachtlich. Dafür haben wir die ersten beiden Tore ein bisschen schnell gekriegt.

FC Hansa: Schuhen – Gardawski (68. Fehr), Henn, Hoffmann, Holthaus – Wannenwetsch (V), Bischoff (50. Stevanovic) – Jänicke, Gebhart, Quiring – Ziemer MSV Pampow: Losereit – Grewe (83. Waack), Drews, Reis, Looks, Wegner, Hasselmann  (55. Bahl), Poser, Dudiev, Cherchenko (86. Rieling), da Silva Cruz
Tore: 1:0  Ziemer (6.), 2:0 Ziemer (18.), 2:1 da Silva Cruz (71.), 3:1 Fehr (90.+2)

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