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FC Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden : Hansa wird für Aufwand nicht belohnt

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Starke erste Halbzeit, doch Dresden gewinnt 3:1

von
erstellt am 04.Okt.2015 | 21:00 Uhr

„Die werden sicherlich nicht ungeschlagen aufsteigen. Jede Serie reißt einmal“, hatte Trainer Karsten Baumann vom FC Hansa vor dem nächsten Ost-Traditions-Duell der 3. Fußball-Liga Zuversicht an den Tag gelegt. Die Frage war: Wessen „Strähne“ endet – die von Dynamo Dresden (noch keine Niederlage) oder die der Rostocker (sechs Unentschieden in Folge)? Oder würden sich gar beide
Serien fortsetzen?

Nein. Möglich wäre es gewesen, denn bei der 1:3-Niederlage der Ostseestädter bestand nach Ikengs Anschlusstor eingangs der 90. Minute durchaus die kurze Hoffnung auf noch einen Punkt. Doch statt dessen machten die Gäste alles klar, und die Ostseestädter rutschten in der Tabelle von Platz elf auf 15…

Von der Start-Elf des 0:0 bei Wehen Wiesbaden musste Baumann gleich drei Spieler ersetzen: Kofler (Gelb-Rot-Sperre), Gardawski (fünfte gelbe Karte) und Henn (verletzt). Als ihre Vertreter liefen Baumgarten, Perstaller und Hoffmann auf.

Die Weiß-Blauen starteten forsch, wussten den Tabellenführer zu beeindrucken. Das 1:0 erzielten freilich die Dresdner, die bis dahin nicht viel zustande gebracht hatten: Ahlschwede bringt Eilers zu Fall, Freistoß von links aus dem Bereich zwischen Eckfahne und Strafraumgrenze, scharf wie ein Schuss vors Tor getreten von Stefaniak, und Hartmann steht günstiger als Erdmann, köpft aus nächster Nähe ein, wobei Schlussmann Schuhen sogar beinahe noch abwehren kann (14.).

Die Rostocker verfolgten unbeeindruckt weiter ihre Linie, besaßen deutlich mehr Spielanteile, bauten Druck auf. Doch Hoffmann schob den Ball nach Ikengs Vorarbeit (eher: Vorgewühle) mit links knapp am Tor vorbei (19.), Erdmann bekam nach Andrists Hereingabe nicht genug Wucht hinter seinen Kopfball, so dass Blaswich sicher hielt (26.), und Benyamina flog nach gestochenem Steilpass von Erdmann sowie Ahlschwedes Top-Flanke ins Toraus, verfehlte dabei die Kugel beziehungsweise sie wischte ihm über den „Scheitel“ (27.).

Dass die Hanseaten diesen großen Aufwand, diese Intensität nicht würden durchhalten können, war zu befürchten. Die Dresdner nutzten nach der Pause das sich ihnen bietende Mehr an Freiheiten und bestimmten nun die Begegnung, ohne dass allerdings zunächst Ertrag dabei herauskam. Letztlich führte ein Eigentor von Dorda – der alles versuchen musste, um vor dem hinter ihm heranbrausenden Tekerci zu klären – zum 0:2 (75.), das seinen Anfang nahm bei einem Fehlpass von Ahlschwede im Vorwärtsgang.

Hansa wehrte sich trotz nachlassender Kräfte, schaffte, als die 90. Minute gerade angebrochen war, durch einen Kopfball von Ikeng nach Ecke von Dorda den Anschlusstreffer. Selbst Schuhen rannte mit nach vorn, um vielleicht noch zum 2:2 beizutragen. Aber die cleveren Schwarz-Gelben setzten einen weiteren Konter, den Dorda hätte unterbinden können, und banden in der Nachspielzeit den Sack zu.

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