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Interview zum Saisonstart : Hansa will schwarze Null

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Aufsichtsratsvorsitzende Günter Fett spricht im Interview über finanzielle Sorgen der Drittliga-Vereine

von
erstellt am 20.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Der FC Hansa geht in sein fünftes Jahr in der 3. Fußball-Liga. Vor dem Start in die Saison 2017/18 sprach NNN-Redakteurin Marie Boywitt mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Günter Fett über die Entwicklungen beim Rostocker Traditionsverein.

Mit Pavel Dotchev ist ein drittligaerfahrener Trainer an Bord der Kogge. Welchen Eindruck haben Sie von seiner Arbeit?
Er ist ein sehr erfahrener und ruhiger Trainer. Ich glaube, er kann sehr gut mit Menschen umgehen. Wenn ich höre, wie er mit den Spielern und seinem Team umgeht, muss ich sagen, gefällt mir das sehr gut. Das kommt durchaus auch meinem Stil nahe – ich rede mit Menschen eher ruhig und versuche sie auf den richtigen Weg zu bringen. Wir wissen auch, im Fußball ist nicht immer heiterer Sonnenschein, aber dann muss man ruhig bleiben, erst einmal analysieren und Verbesserungen suchen.

Wie schätzen Sie die spielerische Vision von Herrn Dotchev ein?
Er setzt auf junge hungrige Spieler, die gewinnen und weiterkommen wollen, die eine entsprechende Grundschnelligkeit haben und auf dem Platz mutig sind. Mit dieser Spielphilosophie wollen wir wieder Euphorie entfachen, denn Hansa ist der fußballerische Leuchtturm unseres Bundeslandes.

Wie beurteilen Sie die 3. Liga in der kommenden Saison?
Ich glaube, die 3. Liga wird jedes Jahr immer stärker. Und man sieht aus dieser Ausgeglichenheit, dass alle Vereine mehr Ressourcen haben, um Spieler zu verpflichten und gute Mannschaften auf den Platz zu stellen. Die Anforderungen für die Vereine steigen.

 

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Auch im Sponsoring entwickelt sich die 3. Liga weiter. Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Durch den Vertrag mit der Deutschen Telekom, die eingestiegen ist, sieht man auch, dass die 3. Liga an Attraktivität zugenommen hat. Ebenso zeigt sich das an unserem neuen Hauptsponsor „sunmaker“ oder eben auch daran, dass der Deutsche Fußball-Bund einen Hauptpartner für die Liga gewinnen konnte. Allerdings denke ich, dass es wichtig ist, dass der DFB dafür sorgt, dass der 3. Liga weitere finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und die Vereine in die Kommunikation stärker miteingebunden werden. Die Clubs in der Liga sind finanziell völlig unterausgestattet, das zeigen die beiden Insolvenzen im vergangenen Jahr. Ich weiß, wie schwierig es ist, das Geld für den Spielbetrieb zusammenzukriegen, und wie schwer es ist, eine Lizenz zu bekommen. In diesem Zusammenhang können wir sehr dankbar für das Engagement von Rolf Elgeti sein.

Ist der Spieler-Etat von vier Millionen Euro nötig, um den anvisierten Aufstieg in die 2. Bundesliga in den kommenden zwei Jahren zu realisieren?
Ich glaube schon, dass gewisse finanzielle Mittel notwendig sind, um in der 3. Liga zu bestehen oder aufzusteigen. Möglich ist dies auch durch die tolle wirtschaftliche Arbeit des Vorstandes. Vorsitzender Robert Marien und Finanzvorstand Christian Hüneburg haben die notwendigen Sanierungspakete durchgesetzt. Und wir glauben, dass wir in diesem Jahr vielleicht mit den Einnahmen und Ausgaben eine schwarze Null hinbekommen. Das wäre ein Riesenerfolg, denn in den zurückliegenden Jahren war der Verein jedes Jahr in Millionenhöhe auf der Negativseite.

Wie ärgerlich ist es da, dass es erst kürzlich eine erneute Strafe – Geldstrafe und ein möglicher Teilausschluss – gegen den FC Hansa gab?
Die Schuld sollte man in diesem Fall nicht einfach beim DFB suchen. Da müssen wir uns auch ein Stückweit an unsere eigene Nase fassen und versuchen, mehr Einfluss zu gewinnen, damit solche Ausschreitungen oder Fehlverhalten nicht passieren. Wir wollen einen ruhigen Spielbetrieb. Das gilt nicht nur für das Ostseestadion, das gilt für alle Stadien. Deshalb gibt es die Bitte an alle Fans, sich ordentlich zu verhalten und uns als stolzen Club darzustellen und nicht damit aufzufallen, Sachschäden zu verursachen. Dass Hansa bei den Verfehlungen auswärts in der Tabelle ziemlich weit oben steht, schmerzt. Strafen des DFB sind dann auch die logische Konsequenz. Das Strafmaß kann ich nicht beurteilen. Ich glaube aber, dass die Maßnahmen, die der DFB ausspricht, nicht das Allheilmittel sein können. Denn nur die Fans auszuschließen und den Verein finanziell zu bestrafen, ist aus meiner Sicht langfristig gesehen nicht das richtige Konzept.

 

Der FC Hansa Rostock 2017/18. Hinten von links: Arzt Dr. Holger Strubelt, Physiotherapeut Tobias Hamann, Soufian Benyamina, Mike Owusu, Tommy Grupe, Oliver Hüsing, Tim Väyrynen, Joshua Nadeau, Menelik Chaka Ngu’Ewodo, Torwarttrainer Stefan Karow, Athletiktrainer Björn Bornholdt. Mitte v. l.: Ärztin Christine Kühn, Physiotherapeut Jakob Kühn, Physiotherapeut Frank Scheller, Zeugwart Andreas Thiem, Marcel Ziemer, Amaury Bischoff, Julian Riedel, Jeff-Denis Fehr, Mounir Bouziane, Vladimir Rankovic, Johannes Berger, Arzt Dr. Frank Bartel, Co-Trainer Uwe Ehlers, Cheftrainer Pavel Dotchev. Vorn v. l.: Jakob Gesien, Christopher Quiring, Stefan Wannenwetsch, Fabian Holthaus, Kai Eisele, Luis Zwick, Eric Gründemann, Philipp Puls, Willi Evseev, Bryan Henning, Harry Föll, Lukas Scherff. Es fehlt: Der gestern verpflichtete Torhüter Janis Blaswich
Der FC Hansa Rostock 2017/18. Hinten von links: Arzt Dr. Holger Strubelt, Physiotherapeut Tobias Hamann, Soufian Benyamina, Mike Owusu, Tommy Grupe, Oliver Hüsing, Tim Väyrynen, Joshua Nadeau, Menelik Chaka Ngu’Ewodo, Torwarttrainer Stefan Karow, Athletiktrainer Björn Bornholdt. Mitte v. l.: Ärztin Christine Kühn, Physiotherapeut Jakob Kühn, Physiotherapeut Frank Scheller, Zeugwart Andreas Thiem, Marcel Ziemer, Amaury Bischoff, Julian Riedel, Jeff-Denis Fehr, Mounir Bouziane, Vladimir Rankovic, Johannes Berger, Arzt Dr. Frank Bartel, Co-Trainer Uwe Ehlers, Cheftrainer Pavel Dotchev. Vorn v. l.: Jakob Gesien, Christopher Quiring, Stefan Wannenwetsch, Fabian Holthaus, Kai Eisele, Luis Zwick, Eric Gründemann, Philipp Puls, Willi Evseev, Bryan Henning, Harry Föll, Lukas Scherff. Es fehlt: Der gestern verpflichtete Torhüter Janis Blaswich Foto: Marie Boywitt
 
Der Kader der Saison 2017/18

Torhüter

Janis Blaswich geboren 2. Mai 1991, Größe: 1,93 m

Luis Zwick geboren 24. Mai 1994, 1,91 m, Rückennummer: 21

Kai Eisele geboren 25. Juni 1995, Größe: 1,90 m, Rückennummer: 1

Eric Gründemann geboren 8. September 1998, Größe: 1,86 m, Rückennummer: 26

Abwehr

Joshua Nadeau geboren 12. September 1994, Größe: 1,84 m, Rückennummer: 2

Fabian Holthaus geboren 17. Januar 1995, Größe: 1,81 m, Rückennummer: 6

Julian Riedel geboren 10. August 1991, Größe: 1,82 m, Rückennummer: 3

Oliver Hüsing geboren 17. Februar 1993, Größe: 1,93 m, Rückennummer: 5

Tommy Grupe geboren 29. März 1992, Größe: 1,92 m, Rückennummer: 4

Vladimir Rankovic geboren 27. Juni 1993, Größe: 1,72 m, Rückennummer: 27

Lukas Scherff geboren 14. Juli 1996, Größe: 1,75 m, Rückennummer: 20

Mittelfeld

Bryan Henning geboren 16. März 1995, Größe: 1,72 m, Rückennummer: 19

Stefan Wannenwetsch geboren 19. Januar 1992,  Größe: 1,77 m,  Rückennummer: 24

Willi Evseev geboren 14. Februar 1992, Größe: 1,77 m, Rückennummer: 8

Jakob Gesien geboren 11. Januar 1998,  Größe: 1,67 m, Rückennummer: 17

Amaury Bischoff geboren 31. März 1987, Größe:  1,77 m, Rückennummer: 10

Harry Föll geboren 2. März 1998, 1,81 m, Rückennummer: 15

Jeff-Denis Fehr geboren 8. September 1994, Größe:  1,76 m, Rückennummer: 11

Mike Owusu geboren 20. Mai 1995, 1,90 m, Rückennummer: 14

Christopher Quiring geboren 23. November 1990,Größe: 1,72 m, Rückennummer: 22

Mounir Bouziane geboren 5. Februar 1991,  Größe: 1,83 m, Rückennummer: 9

Angriff

Menelik Chaka Ngu’Ewodo geboren 11. August 1995, Größe: 1,85 m, Rückennummer: 29

Marcel Ziemer geboren 3. August 1985, Größe: 1,78 m, Rückennummer: 38

Soufian Benyamina geboren 2. März 1990, Größe: 1,90 m, Rückennummer: 23

Tim Väyrynen geboren 30. März 1993, 1,91 m, Rückennummer: 7


 

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