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Hansa Rostock

24. Oktober 2017 | 11:52 Uhr

Hansa wieder in der Erfolgsspur

vom

svz.de von
erstellt am 05.Sep.2013 | 06:24 Uhr

Rostock | Das ganze Stadion tanzte Sirtaki, nur einer aus der Reihe. Hansa Rostocks Trainer Andreas Bergmann wollte nach dem 4:2 (3:1) über Jahn Regensburg nicht in die allgemeine Euphorie der 8800 Zuschauer im weiten Rund der DKB-Arena einstimmen. "Insgesamt bin ich mit unserer Leistung nicht so zufrieden, da wir heute einfach zu fahrlässig agiert haben. Nach einem 3:0 darf ein Sieg nicht mehr gefährdet werden", kritisierte der 54 Jahre alte Fußball-Lehrer seine Truppe, obwohl diese sich nach zwei Niederlagen am Stück selbst wieder aus dem Sumpf gezogen hatte.

Und wie. Eine knappe Viertelstunde, wie sie Hansaland seit Jahren nicht gesehen hat, genügte, um die Weichen auf Sieg zu stellen. Und der Hauptdarsteller war ausgerechnet der Startelf-Debütant. Nikolaos Ioannidis zeigte, wofür man ihn vom griechischen Top-Club und Kooperationspartner Olympiakos Piräus ausgeliehen hat.

Zunächst köpfte der 19 Jahre alte Angreifer einen Freistoß des umsichtigen Regisseurs Leonhard Haas an den Pfosten, Innenverteidiger Steven Ruprecht staubte zur Führung ab und brachte die Anhänger auf Betriebstemperatur (5.). "Es macht unheimlich viel Spaß mit ihm, und auch er selbst macht jeden Spaß mit. Er ist menschlich top drauf", lobte Abwehrrecke Ruprecht.

Für den Spaß sorgte Ioannidis postwendend gleich selbst. Der wuchtige Grieche legte erst per Kopf nach, dann mit dem Fuß (10., 13.) und machte alle Hoffnungen des Zweitliga-Absteigers auf den dritten Sieg in Serie praktisch zunichte. "Nach 15 Minuten war das Spiel im Prinzip schon vorbei. Es ist schon bitter, wenn quasi jeder Schuss ein Treffer ist", konstatierte Jahn-Trainer Thomas Stratos enttäuscht.

Seine Mannen bewiesen aber Moral, die mit dem Treffer von Mario Neu naber zwei Minuten vor der Halbzeitpause auch belohnt wurde.

Danach setzten die Bayern nach, wenn auch nicht mit letzter Konsequenz. "Da hatten wir auch etwas Glück, dass nicht der Treffer zum 3:2 gefallen ist", gestand Bergmann unumwunden ein. "Wir haben die Ordnung verloren. Darüber werden wir reden müssen", sagte Ruprecht.

Ein zweiter Treffer gelang den Gästen erst in der Nachspielzeit durch Abdenour Amachaibou (90.+3). Aber da hatte der eingewechselte Manfred Starke mit seinem Treffer in der 90. Minute den Sack schon zugebunden.

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