Nullnummer gegen Bremen : Hansa wartet weiter auf den Heimsieg

Kein Weg vorbei an Werder-II-Keeper Eric Oelschlägel: Auch in dieser Szene gelingt den Rostockern Oliver Hüsing (Mitte) und Soufian Benyamina (rechts) nicht das erlösende 1:0.
Kein Weg vorbei an Werder-II-Keeper Eric Oelschlägel: Auch in dieser Szene gelingt den Rostockern Oliver Hüsing (Mitte) und Soufian Benyamina (rechts) nicht das erlösende 1:0.

Rostock kommt gegen Bremen II über 0:0 nicht hinaus

svz.de von
17. September 2017, 21:00 Uhr

Der FC Hansa wartet weiter auf den ersten Heimsieg in der Fußball-Drittliga-Saison 2017/18. Im vierten Auftritt im Ostseestadion kamen die Rostocker vor 9700 Zuschauern gegen die Reserve des Bundesligisten SV Werder Bremen über ein 0:0 nicht hinaus. Mit jetzt zwölf Zählern aus acht Partien bleibt der FCH jedoch weiterhin Sechster. „Wir haben sehr viel Aufwand betrieben, hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Aber wie schon gesagt: Ballbesitz schießt keine Tore. Das wissen wir auch“, sagte ein enttäuschter Hansa-Verteidiger Julian Riedel.

Sein Coach Pavel Dotchev nahm gegenüber dem 0:2 in Magdeburg zwei Veränderungen in der Start-Elf vor. Vladimir Rankovic feierte nach Verletzungspause sein Comeback von Beginn an und ersetzte hinten rechts Joshua Nadeau. Willi Evseev erhielt im zentralen Mittelfeld zudem den Vorzug vor Mike Owusu.

Vom Anpfiff weg wurde deutlich, dass die Rostocker eine Menge Geduld brauchen würden, um den massiven Abwehrriegel der Bremer zu knacken. Die Gäste postierten sich mit einer Fünferkette sowie weiteren vier Spielern davor um den eigenen Strafraum. „Es ist ganz schwierig, die richtige Balance zwischen druckvollem Spiel und der Kontersicherung zu finden. Wir haben es immer wieder probiert, wirklich durchgekommen sind wir nicht. Daran müssen wir arbeiten“, so Riedel weiter.

Trotz optischer Überlegenheit waren gute Chancen in der ersten Hälfte Mangelware. Bestenfalls Hereingaben von Marcel Hilßner (10.), Soufian Benyamina (18.) und Selcuk Alibaz (20.) sorgten für ein bisschen Torgefahr. Zudem versuchten es Hilßner per Freistoß (Faustabwehr des Bremer Torwarts) und Bryan Henning aus 30 Metern (zur Ecke geklärt/jeweils 40.).

Nach der Pause tauchte zunächst der Werderaner Ousman Manneh frei vor Hansa-Keeper Janis Blaswich auf, der jedoch die Oberhand behielt (47.). Anschließend folgte die beste Phase der Hausherren, die endlich ein wenig Druck aufbauten. Doch weder Evseev (47./verhaspelt sich im Strafraum) noch Alibaz (48.) oder Benyamina (53./schossen jeweils neben das Tor) schafften das erlösende 1:0. Für das hätte wenig später fast der Bremer Dominic Volkmer gesorgt, doch Werder-Keeper Eric Oelschlägel ließ sich per Kopf vom eigenen Mann nicht überraschen und parierte danach auch gegen Alibaz (56.).

Anschließend verflachte die Partie, wenngleich die Gäste in der Schlussphase zwei gute Möglichkeiten vergaben. Zunächst scheiterte Isiah Ahmad Young an Blaswich (76.) und in der Nachspielzeit schoss Niklas Schmidt neben das Tor (90.+3).

„Wir hatten zwei, drei Dinger. Mit etwas Glück gehen die rein, aber auf das Glück können wir uns momentan nicht verlassen. Und dann bekommen wir in der 93. noch einen Konter. Unfassbar, zum Glück geht der Ball nicht rein. Das darf uns nicht passieren“, so Riedel, der für das Heimspiel morgen gegen Zwickau verspricht: „Wir geben wieder 90 Minuten Gas und müssen vielleicht mal 110 Prozent reinwerfen.“

Blaswich sauer über Bremens Konter

Beim 0:0-Remis gegen die zweite Mannschaft von Werder Bremen hat Hansas Keeper Janis Blaswich den Rostockern den Punkt festgehalten. Zweimal überzeugte er im Eins-gegen-Eins erst  gegen Manneh (47.) dann gegen Young (76.). Gefährlich wurde die Szene kurz vor Schluss, nachdem seine Vorderleute ihn ein wenig im Stich lassen. „Klar, wir werfen viel nach vorne, weil wir das Tor noch machen wollen, aber es kann nicht sein, dass wir uns in der Nachspielzeit auskontern lassen und das Spiel vielleicht noch herschenken. Da muss einfach die Absicherung noch da sein. In der Situation hatten wir Glück, dass es gut gegangen ist“, so Blaswich. Denn der Bremer Niklas-Uwe Schmidt verzog – und so blieb es beim torlosen Unentschieden.

Ein ungerechtes Ergebnis, wie der Torhüter resümiert: „Wir haben, wie ich finde,  das das bessere Spiel gemacht und waren die bessere Mannschaft.“ Dennoch muss auch er konstatieren, dass die Hanseaten kein Mittel gegen Bremens U 23 fanden: „Werder hat mit einer Fünferkette gespielt, da haben wir nicht so wirklich eine Lösung gefunden, wie wir diese knacken können. Trotzdem haben wir uns ein paar Chancen herausgespielt – und wenn wir diese am Dienstag gegen Zwickau nutzen, dann gewinnen wir auch.“

mabo

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