Pokal-Aus gegen Düsseldorf : Hansa versäumt das 1:1

Bei Torschüssen, Ballbesitz, Zweikampf- und Passquote, Ecken und Flanken waren die Gäste besser. Hansa stellte mit Maximilian Ahlschwede (links, hier gegen den Düsseldorfer Adam Bodzek) immerhin den Spieler mit den meisten Ballaktionen (76).
Bei Torschüssen, Ballbesitz, Zweikampf- und Passquote, Ecken und Flanken waren die Gäste besser. Hansa stellte mit Maximilian Ahlschwede (links, hier gegen den Düsseldorfer Adam Bodzek) immerhin den Spieler mit den meisten Ballaktionen (76).

Aus im DFB-Pokal: 0:3 gegen Düsseldorf. Nach dem umstrittenen 0:1 zwei Riesenchancen vergeben

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21. August 2016, 21:00 Uhr

Die erhoffte Überraschung blieb aus: Fußball-Drittligist FC Hansa unterlag in der 1. Runde des DFB-Pokals vor 18 100 Zuschauern im Ostseestadion dem klassenhöheren Gegner Fortuna Düsseldorf mit 0:3 (0:1). Das hatte insgesamt seine Richtigkeit: Die Gäste lagen in allen relevanten Daten vorn.

Die Rostocker hatten auf einen ähnlichen Spielausgang gehofft wie beim bis dahin letzten Duell der Traditionsvereine. Im April 2012, damals noch in der 2. Bundesliga, rangen sie an gleicher Stelle den späteren Aufsteiger mit 2:1 nieder. Diesmal jedoch wollten die Rheinländer von Beginn an keinen Zweifel lassen, versuchten durch ständige Positionswechsel im Vorwärtsgang die Ordnung bei den Blau-Weißen durcheinander zu bringen. Mit dieser Variabilität bauten die schwer ausrechenbaren Westdeutschen Druck auf, dem Hansa mit Geschick und auch etwas Glück vorerst aber standhielt. So boxte Torwart Schuhen einen Kopfball von Sobottka irgendwie noch raus (12.), blieb nach Bellinghausens scharfer Eingabe dem Ex-Düsseldorfer Holthaus bei seinem Rettungsversuch dank der Latte ein Eigentor erspart (21.). Sekunden später jedoch lag der Ball im Netz. Henn hatte zunächst noch per Kopf geklärt, doch den steil von oben herunterfallenden Ball beförderte Sobottka zum 0:1 über die Linie.

Daraufhin brachen Tumulte im Bereich des zuständigen Schiedsrichter-Assistenten und vor der Gäste-Bank aus, weil die Hanseaten ein Handspiel des Schützen beanstandeten. „Ich glaube, dass das eine ganz klare Sache war. Auf Nachfrage des Schiris hat der Spieler gesagt, dass er bewusst nicht mit der Hand dran war. Die Aussage ist schon schwammig“, so FCH-Rechtsverteidiger Maximilian Ahlschwede. Keeper Marcel Schuhen: „Ganz klares Handspiel. Es war natürlich viel los vorm Tor, vielleicht konnte der Schiedsrichter es nicht sehen.“ Jedenfalls nützten alle Proteste nichts, der Treffer zählte.

Doch alle Achtung, wie die Reaktion der Ostseestädter auf diesen Rückschlag aussah: Sie drückten sofort machtvoll auf den Ausgleich und kamen folgerichtig durch Andrist nach klasse Vorbereitung von Ziemer zu einer Riesenchance, aber der Schweizer bekam die Kugel unbehelligt von halbrechts nicht mal aufs Tor (37.).

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich eine fette Gelegenheit zum 1:1. Platje hatte mustergültig Andrist bedient, der von rechts auf Ziemer flankte. Jener kam volley aus Nahdistanz zum Abschluss. Gleichwohl war auch ihm kein Erfolgserlebnis vergönnt, Keeper Rensing befand sich im Wege (55.). Wie bitter, dass kurz darauf Düsseldorf das 2:0 erzielte: Erneut traf Sobottka völlig frei per Kopf nach Ecke. Jetzt spielten die Gäste ihre ganze Cleverness aus und banden durch Bebou ebenfalls mit Kopfball den Sack zu (62.).

Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn (V), Hoffmann (V), Holthaus – Erdmann (86. Wannenwetsch), Gardawski – Andrist, Jänicke (67. Fehr) – Ziemer (76. Stevanovic), Platje

Düsseldorf: Rensing – Schauerle (V), Akpoguma, Madlung (86. Bormuth), Schmitz – Bodzek – Kiesewetter (84. Ritter), Sobottka, Fink, Bellinghausen (74. Gartner) – Bebou (V)

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück). Zuschauer: 18 100

Tore: 0:1 Sobottka (22.), 0:2 Sobottka (57.), 0:3 Bebou (65.)


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