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3. Fußball-bundesliga : Hansa tritt auf der Stelle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Drittligist aus Rostock nur 1:1 in Dortmund – 95 Minuten Verspätung wegen Ausschreitungen von BVB-Fans

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Chaos im Stadion „Rote Erde“: Weit vor dem Anpfiff der Drittliga-Partie zwischen der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und dem FC Hansa herrschte dort gestern Nachmittag helle Aufregung. Das 1:1 zwischen den Kontrahenten geriet anschließend fast zur Nebensache.

Knapp eine Stunde vor dem Anpfiff – eigentlich für 14 Uhr vorgesehen – überrannten rund 230 Anhänger des BVB offenbar ein Eingangstor. 60 bis 80 von ihnen liefen quer über den Rasen in Richtung Gästefanblock, um dort die Banner der Hansafans von der Umzäunung zu reißen. Doch Polizeikräfte fingen die Störer ein, bevor sie den Bereich erreichen konnten.

Die Beruhigung der aufgeheizten Lage sowie die anschließende Aufnahme der Personalien der Chaoten dauerte bis 15.35 Uhr. Dann erst pfiff Schiedsrichter Benedikt Kempkes die Fußballpartie an. Zuvor hatten bereits mehrfach beide Mannschaften mit dem Aufwärmen begonnen, dieses jedoch wieder unterbrochen, da der Anstoß immer wieder verschoben wurde.

Hansa begann wie erwartet. Bis auf den Wechsel im Tor – Johannes Brinkies ersetzte den gelb-rot-gesperrten Jörg Hahnel – nahm Hansa-Trainer Peter Vollmann keine Veränderungen in der Start-Elf vor. Auch Martin Pett, der in der Woche wegen muskulärer Probleme mit dem Training ausgesetzt hatte, gab grünes Licht.

Obwohl Hansa mit einem Lupfer von Christian Bickel aus 30 Metern – BVB-II-Keeper Bonmann stand zu weit vor seinem Kasten – den ersten Abschluss verzeichnete (6./knapp drüber), kamen die Norddeutschen nur schwer in die Gänge und kassierten früh das 0:1. Derstroff wurde 20 Meter von dem Tor nicht angegriffen und traf per platziertem Flachschuss (7.). Hansa brauchte einige Minuten, um sich vom Schock zu erholen, auch weil die jungen Dortmunder wesentlich aggressiver als die Gäste agierten. Bickel von der Strafraumkante (23./geblockt) sowie zwei Kopfbälle von David Blacha (25./drüber, 36./daneben) waren alles, was der FCH vor der Pause zustande brachte.

Zur zweiten Hälfte blieb Pett in der Kabine und Sascha Schünemann übernahm den Part des Linksverteidigers. Die Gäste gingen deutlich energischer zu Werke und erarbeiteten sich einige gute Freistoßpositionen. In der 53. Minute war es Blacha, der einen Ball von Bickel zum 1:1 einköpfte. Die Partie nahm deutlich an Fahrt auf.

Auch der BVB II wollte den Dreier. So rutschte ein Freistoß von Kefkir durch den Hansa-Strafraum, doch Brinkies parierte (72.). Hansa wirkte gefälliger, machte sich durch ungenaues Spiel aber die Chancen zum Teil selbst kaputt. Die letzte Chance zum Siegtreffer bot sich Blacha, der sich geschickt durchsetzte, den Ball auch Bonmann durch die Beine spitzelte. Doch ein Dortmunder schlug die Kugel aus der Gefahrenzone.


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