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Fußball, 3. Liga : Hansa schottet sich ab

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Fußball-Drittligist trainiert in dieser Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und absolviert ein Kurztrainingslager an unbekanntem Ort

svz.de von
erstellt am 19.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Der FC Hansa Rostock schottet sich vor dem 38. und letzten Spieltag der 3. Fußball-Liga von der Öffentlichkeit ab. Vor der entscheidenden Partie im Kampf um den Klassenerhalt bei Dynamo Dresden absolvieren die Norddeutschen heute und morgen ein Geheimtraining in Rostock, ehe sich die Mannschaft zu einem Kurztrainingslager an einen unbekannten Ort zurückzieht. Zudem wollen beziehungsweise sollen sich die Kicker bis zum Wochenende nicht mehr öffentlich äußern, um ihre Sinne vor dem wohl wichtigsten Spiel in der fast 50-jährigen Vereinsgeschichte zusätzlich zu schärfen. Dem Traditionsclub droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit der Regionalliga. Von ehemals neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sind vor der Dresden-Partie noch zwei übrig geblieben. Nur mit einem Sieg hätte der FCH den Klassenerhalt sicher und müsste nicht auf das Abschneiden der Konkurrenz schauen. „Uns war von vornherein klar, dass es eine lange Saison werden wird, die sich auch erst am letzten Spieltag entscheiden könnte“, so Uwe Klein, Sportlicher Leiter der Rostocker.

Allerdings wäre diese Zuspitzung nicht nötig gewesen. Denn nach vier Zählern Rückstand zum rettenden Ufer zur Winterpause legte der FC Hansa mit Beginn des Jahres 2015 einen beachtlichen Zwischenspurt hin und hatte nach dem 32. Spieltag neun Punkte Vorsprung auf den Abstieg. Mit einer unnötigen 1:2-Pleite in Unterhaching begann das große Zittern. Es folgten drei weitere Pleiten aus vier Partien, und der Abstand schmolz auf zwei mickrige Pünktchen zusammen. Drei Matchbälle – VfL Osnabrück (0:1), VfB Stuttgart II (2:3) sowie Energie Cottbus (0:1) – konnten die Rostocker nicht verwandeln. Uwe Klein hatte vor dieser Situation gewarnt: „Natürlich will man in manchen Dingen nicht bestätigt werden. Das hat aber auch nichts mit Schwarzsehen zu tun, sondern man muss einfach realistisch bleiben. Andere Mannschaften sind eben auch in der Lage, Punkte zu holen, genauso wie wir das auch können.“

Der 45-Jährige ist davon überzeugt, dass Hansa in Dresden bestehen und letztlich die Klasse sichern wird. „Es ist in vielen anderen Sportarten auch so, dass gewisse Phasen eintreten, die man sich nicht wünscht. Aber dann werden gewisse Trends gedreht. Das gilt es am Wochenende hinzubekommen. Wir werden es schaffen“, erklärt Uwe Klein.

Die ungewisse Situation im Hinblick auf die Liga-Zugehörigkeit erschwert natürlich auch die Arbeit des Sportlichen Leiters: „Sie wird deswegen nicht leichter. Wir werden erst über die Dinge sprechen, wenn wir gerettet sind. Die Spieler wissen Bescheid. Es macht keinen Sinn, vorher Dinge zu verkünden, die faktisch nicht haltbar sind.“

 

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