3. Fußball-Liga : Hansa schließt Millionen-Lücke

Die Weichen für  ein weiteres Jahr 3. Fußball-Liga für den FC Hansa  haben die Vereinsverantwortlichen wirtschaftlich gestellt.

Die Weichen für  ein weiteres Jahr 3. Fußball-Liga für den FC Hansa  haben die Vereinsverantwortlichen wirtschaftlich gestellt.

Der Rostocker Fußball-Drittligist reicht Lizenz-Unterlagen fristgerecht beim Deutschen Fußball-Bund ein – mithilfe von Investor Rolf Elgeti können Schulden der Vergangenheit getilgt werden

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02. Juni 2017, 19:05 Uhr

Pünktlich  hat Fußball-Drittligist FC Hansa die Lizenzunterlagen für die kommende Saison  beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht. Ende April erhielten die Rostocker den Zu-lassungsbescheid für die 3. Liga, mussten aber eine Finanzierungslücke in Höhe von 1,3 Millionen Euro  schließen.

Mehr als die Hälfte der Liquiditätslücke füllt ein Darlehen über 700 000 Euro durch die Obotritia Capital KGaA von Investor Rolf Elgeti. Dieses Geld wird   benötigt, um  die Fananleihe  aus dem Jahr 2011 zurückzuzahlen. „Die Anleihe brachte einen Betrag   von 418 000 Euro, der schon vor Jahren vollständig aufgebraucht wurde. Zuzüglich der Zinsen in Höhe von 72000 Euro müssen wir zu Beginn der neuen Saison einmalig 500000 Euro auszahlen. Die Fananleihe ist somit das letzte große Darlehen in unseren Büchern“, sagt Hansa-Vorstandsvorsitzender Robert Marien und fügt hinzu: „Das Darlehen der Obotritia ist die einzige Möglichkeit, die Schulden  nicht auf Kosten des Sportes zu begleichen.“

Die übrigen 200000 Euro werden verwendet, um ein bestehendes Bankdarlehen,  Rückzahlungen an den Vermarkter Infront, die sich aus Vorauszahlungen ergeben, oder auch den Bus-Leasingvertrag zu tilgen.

Der Kredit der Obotritia läuft am 1. Juli 2018 aus. Zudem stundet die Gesellschaft alle bestehenden Kredite sowie deren Verzinsung für ein weiteres Jahr. „Rolf Elgeti und die Obotritia   gewähren uns eine lange finanzielle Startbahn, für die wir dankbar sind. Uns haben Schulden aus der Vergangenheit eingeholt, die nun  fällig werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir bereits ab der Saison 2018/19 den laufenden Geschäftsbetrieb aus eigener Kraft stemmen können und von da an kein frisches Geld mehr benötigen“, resümiert FCH-Finanzvorstand Christian Hüneburg.

Die Schließung der Lücke gelang auch durch den Nachweis des Mikrosponsorings des Vereins, der für die neue Spielzeit 650 neue Partner vorweisen kann und 150000 Euro einnimmt. „Durch den im Juni erfolgenden Kampagnenstart zum 3-2-1 und 9-9-9-Sponsoring in der Saison 2017/18 können wir uns sogar berechtigte Hoffnungen darauf machen, dass wir ein noch besseres Ergebnis in der neuen Spielzeit erzielen“, so  Marien.

Mit dem Sieg im Landespokalfinale (3:1 gegen MSV Pampow) und damit dem  Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals kann der FCH Einnahmen in Höhe von  240000 Euro generieren. 

Zusätzliche Mittel  konnten auch durch das geplante Freundschaftsspiel der Hanseaten gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg (17. Juli im Ostseestadion) beim DFB nachgewiesen werden. „Wir müssen für das Heimspiel gegen Wolfsburg keine Antrittsgage an den Gastverein entrichten, da die Partie auf Grundlage unseres Ausrüster-Vertrages mit Nike geschlossen wurde“, erklärt Marien. 

Aufgrund der Nachweise hofft Hansa bis spätestens 15. Juni Klarheit seitens des DFB zu haben – und dann auch endlich sportlich die 3. Liga in Angriff  nehmen zu können.

„Wir haben für die kommende Spielzeit bewusst den Lizenzspieler-Etat auf  vier Millionen Euro erhöht, um in der Liga im  oberen Drittel konkurrenzfähig zu sein und die Ziele auf dem Platz offensiver zu formulieren“, so Vereinschef Marien.

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