Erste Pleite 2015 : Hansa Rostock verliert unglücklich in Bielefeld

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Hansa Rostock kann auch 2015 verlieren. Nach sechs Spielen ohne Niederlage gab es am Samstag ein unglückliches 2:3 in Bielefeld.

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15. März 2015, 10:09 Uhr

Lob ist verdächtig. Erst recht, wenn es vom Gegner kommt. „Karsten Baumann und Uwe Klein haben da in der Winterpause eine richtig gute Mannschaft zusammengestellt. Hansa wird noch vielen Gegnern Probleme bereiten“, sagte Arminia Bielefelds Trainer Norbert Meier nach dem am Ende etwas glücklichen 3:2 (1:1)-Erfolg der Ostwestfalen über den FC Hansa Rostock. Für Meiers Verbalapplaus konnten sich die Mecklenburger allerdings nichts kaufen. Nach der ersten Niederlage im siebten Spiel des Jahres ist die Abstiegsgefahr angesichts von nur noch drei Punkten Vorsprung auf Rang 18 wieder ein Stück weit größer geworden.

Trainer Karsten Baumann ficht das nicht an. „Wir wussten, dass wir nicht alle Spiele gewinnen werden. Das war kein Rückschlag. Wir waren nahe dran, hier etwas mitzunehmen“, sagte der 45-Jährige nach dem von 1500 Schlachtenbummlern begleiteten couragierten Auftritt auf der Alm. „Die Moral war unglaublich. Das war von der ganzen Mannschaft ein Riesenfight“, befand Innenverteidiger Oliver Hüsing.

Beide hatten vollkommen recht. Hansa stand beim Ligaprimus, der auch in der Heimtabelle unangefochten auf Rang eins steht, in der Defensive anfangs wie eine eins und schoss sogar zwei Tore. Es zählte aber nur das von Halil Savran (45.). Das andere von Marcel Ziemer drei Minuten zuvor nahm Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Hannover) wieder zurück, weil Rostocks Torjäger im Abseits gestanden haben soll.

Für den zweiten ganz großen Aufreger einer insgesamt turbulenten Partie sorgte Steinhaus in der 55. Minute, als sie Hansas Verteidiger Mikko Sumusalo nach einem Foul die Gelb-Rote Karte zeigte. Der Finne hatte in der ersten Halbzeit schon Gelb gesehen, weil er einen Freistoß zu früh ausgeführt hatte. „Bei einem zu früh ausgeführten Freistoß muss man nicht zwingend gleich Gelb geben“, haderte Baumann mit der harten Entscheidung der Unparteiischen.

Zu dem Zeitpunkt stand es vor 15 070 Zuschauern nach Toren von Tom Schütz (45.+2) und Christoph Hemlein (53.) bereits 2:1 für die Gastgeber. Ihrer Sache sicher sein durfte sich der designierte Wiederaufsteiger allerdings nicht. „Wir haben in Unterzahl noch den Ausgleich gemacht - und das in Bielefeld, wo andere untergegangen sind“, sagte Hüsing. Sein Nebenmann Steven Ruprecht verwandelte in der 70. Minute einen von Hemlein an Jose-Alex Ikeng verwirkten Foulelfmeter eiskalt.

Der verdiente Lohn blieb allerdings aus, weil auch Julian Börner (88.) noch eine Lücke in der Rostocker Deckung fand. Wieder per Kopf, wie schon die beiden Torschützen zuvor. „Das ist Bielefelds große Stärke. Die stehen ja nicht umsonst da oben“, befand Ruprecht enttäuscht und doch zuversichtlich, auf einem guten Weg zu sein.„Brust raus und weitermachen“, stachelte Hüsing seine Mitstreiter im Hinblick auf das nächste Heimspiel am kommenden Samstag gegen Aufsteiger Fortuna Köln an.

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