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Auswärtsniederlage in Jena : Hansa Rostock-Fans verrückt: Fische statt Böller

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Hansa Rostock kassiert mit einem 0:1 in Jena die dritte Auswärtspleite in Folge. Die Mecklenburger liefern dabei eine trostlose Vorstellung ab. „Wir haben heute versagt“, sagt Trainer Dotchev enttäuscht.

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2017 | 16:32 Uhr

Null Chancen, null Tore, null Punkte: Für Hansa Rostock hat der Trip an den Fuß der Jenaer Kernberge außer Spesen nichts gebracht. „Wir haben heute versagt. So kann man nicht auftreten“, sagte Trainer Pavel Dotchev nach der 0:1 (0:0)-Niederlage beim FC Carl Zeiss Jena völlig enttäuscht. Die dritte Auswärtspleite in Folge ließ den Abstand zu den direkten Aufstiegsplätzen nach noch nicht mal einem Drittel der Saison auf 14 Punkte anwachsen. Und zum Tabellenkeller sind es nur sechs.

Die Statistik allein macht aber nicht wirklich Sorge. Der schwächste Auftritt unter dem seit Sommer agierenden Trainer gab den meisten Anlass zur Sorge. „Total beschissen. Da nervt die sechs Stunden lange Rückreise noch mehr, als sie das ohnehin schon tut“, sagte Abwehrchef Oliver Hüsing im NDR Fernsehen nach der trostlosen Vorstellung beim Aufsteiger.

 

Fans des FC Hansa Rostock haben im Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena gegnerische Fans mit Fischen beworfen. Unter dem Gesang „Wir haben Euch was mitgebracht: Fisch, Fisch, Fisch!“ flogen während der Drittliga-Partie am Sonnabend, die Jena 1:0 gewann, Fische statt Böller. Insgesamt blieb es bei der Partie laut Polizei aber relativ ruhig. Wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern und der Fisch-Würfe wird der DFB ermitteln.

Hansa fand vor 8500 Zuschauern in einer zerfahrenen Partie, in der auch die Gastgeber im 74. Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten keine Bäume ausrissen, nie wirklich zu geordneten Aktionen. „Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und die Bälle zu schnell verloren“, haderte Dotchev.

Nach vorn ging gleich gar nichts. Die einzige Sturmspitze Soufian Benyamina hing völlig in der Luft, und auch die dahinter postierten Offensivakteure verbreiteten eher das Gegenteil als Angst und Schrecken. Jenas Schlussmann Raphael Koczor verlebte einen ruhigen Nachmittag und musste sich lediglich bei einem Schüsschen von Willi Evseev fünf Minuten vor der Pause leicht bemühen.

Koczors Gegenüber Janis Blaswich geriet an dem sonnigen Herbstnachmittag zwar auch nur selten ins Schwitzen. In der entscheidenden Szene aber, als Verteidiger Florian Brügmann in der 85. Minute von der Strafraumgrenze ins rechte untere Eck zum Tor des Tages einschoss, war er machtlos. „Jena hat uns gezeigt, wie man ein Spiel absolvieren muss. Wenn du nicht an die Grenzen gehst, hast du in dieser Liga keine Chance“, befand Dotchev völlig zu recht. 

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