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FC Hansa Rostock : Hansa ohne Ziemer gegen Münster

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der 30-jährige Angreifer fällt aufgrund eines grippalen Infekts aus. Trainer Christian Brand hat mit Perstaller und Lukowicz weitere Optionen

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erstellt am 01.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock muss beim Heimspiel gegen den Tabellenachten Preußen Münster (morgen, 14 Uhr Ostseestadion) auf Angreifer Marcel Ziemer verzichten. Bereits Anfang der Woche musste der 30-Jährige die Trainingseinheiten wegen eines grippalen Infekts ausfallen lassen.


Brand: Team kann das wegstecken

„Es war erst angedacht, ihn am Freitag zurück ins Mannschaftstraining zu holen, damit er eventuell am Sonnabend doch noch in den Kader rutscht. Auch ,Cello‘ hat gehofft, dass es noch geht“, verrät Hansa-Chefcoach Christian Brand. Doch von dieser Idee muss sich der 43-Jährige verabschieden – Ziemer meldete sich gestern Morgen erneut beim Trainer ab. Bedenken wegen des Ausfalles äußerte Christian Brand nicht: „Wir haben beim 2:2 in Dresden ja auch schon ohne ihn gespielt. Ich glaube, die Mannschaft kann das wegstecken – das hat sie auch schon ein paar Mal gezeigt. Klar, er ist ein wichtiger Spieler. Ich hätte ihn gerne dabei gehabt. Aber jetzt können eben die anderen ran, das ist auch völlig in Ordnung.“

Ziemer gelangen nach der Winterpause insgesamt fünf Treffer, zuletzt glänzte er aber auch als Vorlagengeber für den Schweizer Stephan Andrist. Zwischen den beiden Offensivkräften schien es auf dem Platz zu passen… „,Cello‘ ist ein wichtiger Spieler für uns, ich verstehe mich gut mit ihm. Schade, dass er jetzt nicht spielen kann. Aber wir haben einen großen Kader, und wenn einer ausfällt, dann kommt der Nächste – da habe ich keine Bedenken. Es sind ja auch noch sechs weitere wichtige Spiele, in denen er dann treffen kann“, sagt Andrist.

Dennoch ist für den Schweizer ganz klar: „Wir wissen, was wir tun müssen am Sonnabend. Wir wollen genauso auftreten wie in den vergangenen Partien zu Hause. Wir wollen schnell nach vorne spielen, früh Druck aufbauen.“

Wer letztlich die Tore schießt, ist dem Flügelflitzer egal – obwohl gerade er selbst zuletzt als Torschütze aufblühte: In Cottbus (1:0) sorgte er schon nach sieben Minuten für den Siegtreffer, beim 4:0-Heimsieg über Wehen Wiesbaden traf der 28-Jährige mit einem fulminanten Scheren-Kick zum Endstand, und durch seinen Doppelpack im Landespokal-Halbfinale (2:0 gegen FC Mecklenburg Schwerin) machten die Hanseaten den Einzug ins Endspiel perfekt. „Klar, es ist immer schön, ein Tor zu schießen, aber im Endeffekt ist es egal, ob man eins vorbereitet oder selber macht – Hauptsache, wir gewinnen. Das wollen wir am Sonnabend auch, egal wie hoch“, so Andrist.


Platje kann auch mit anderen Sturmpartnern

Nicht nur die Offensivarbeit zwischen Marcel Ziemer und Stephan Andrist zahlte sich aus – auch zwischen dem Holländer Melvin Platje und „Cello“ klappten die Aktionen mit der Zeit immer besser. „Ich brauche einfach noch ein paar Minuten mit Melvin. Es ist wichtig, wenn man noch mehr weiß von dem anderen“, sagte Ziemer nach dem Pokalspiel. Bei Platje selbst scheint der Knoten auch geplatzt zu sein – im Spiel gegen Wiesbaden legte er mit seinem ersten Treffer im Hansa-Trikot den Grundstein für das Torefestival. „Na klar, wir vermissen ,Cello‘, er ist ein guter Spieler für unser Team und hat viele Tore geschossen“, so Platje.

Ob er morgen als einzige Spitze gegen Münster auflaufen wird, weiß der 27-Jährige noch nicht, hätte aber auch keine Probleme mit einem anderen Sturmpartner: „Wir haben noch Julius Perstaller und Maik Lukowicz, die gute Angreifer sind. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft ein gutes Spiel machen.“

 

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