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0:1 Niederlage gegen Cottbus : Hansa muss weiter zittern

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Der FC Hansa Rostock hat die vorzeitige Rettung im Kampf gegen den Abstieg aus der 3. Fußball-Liga verpasst.

svz.de von
erstellt am 16.Mai.2015 | 15:54 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock muss nach der aufregendsten Woche der Saison weiter zittern. Sechs Tage nach dem Beschluss über die Ausgliederung der Profiabteilung und drei Tage nach dem Landespokalsieg und der Rückübertragung des Stadionnamens kassierte der mecklenburgische Traditionsclub am Samstag eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Energie Cottbus und verpasste vorerst die Rettung vor dem Abstieg. Hansa muss das letzte Saisonspiel am kommenden Samstag bei Dynamo Dresden unbedingt gewinnen, um aus eigener Kraft den Absturz in die Viertklassigkeit zu verhindern.

21 600 Zuschauer auf den ausverkauften Rängen im ersten Spiel nach der Rückbenennung der Arena in «Ostseestadion» waren nach dem Abpfiff ebenso paralysiert wie die Protagonisten auf dem Rasen. «Wir hatten genügend Chancen. Der Gegner hatte zwar mehr Ballbesitz, aber kam nicht einmal gefährlich vors Tor und bekommt dann einen geschenkten Elfmeter», sagte Baumann und war konsterniert: «Die Nerven haben bei uns vorm Tor heute geflattert.»

Anton Makarenko erzielte mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 74. Minute das Siegtor für die Lausitzer, die erstmals in Rostock gewannen. Hansa hatte nach einem beeindruckenden Start ins Fußballjahr 2015 zwischenzeitlich schon neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, vor dem Saison-Halali sind es nach der ersten Heimpleite 2015 nach zuvor fünf Siegen nur noch zwei.

Finalgegner Dynamo Dresden zeigte, dass er die Arbeit noch nicht eingestellt hat, und schickte Borussia Dortmund II in die Regionalliga. Michael Hefele (4.) und Jannik Müller (43.) schossen die Gäste aus Sachsen in Front. Mustafa Amini (9.) gelang vor 4100 Zuschauern im Stadion Rote Erde der zwischenzeitliche Ausgleich. Nach der Pause traf Luca Dürholtz (63.) für die Gäste, Tammo Harder (78.) konnte nur noch zum 2:3 verkürzen. «Wir hätten vorher alles klarmachen können. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein, zwei gute Kontersituationen», sagte Dynamo-Verteidiger Niklas Kreuzer.

Anders als Dynamo verpasste es der Hallesche FC mit einem 1:2 (0:0) gegen den FSV Mainz 05, Schützenhilfe für den einstigen DDR-Oberligarivalen von der Ostseeküste zu leisten. «Mainz hatte die fünf Prozent mehr zu bieten, die uns fehlten. Das machte den Unterschied», sagte HFC-Trainer Sven Köhler. Lucas Höler (57. Minute/72.) traf für die Gäste doppelt. Halle war durch Osayamen Osawe (63.) vor 6217 Zuschauern der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen.

Der Chemnitzer FC feierte gegen die SG Sonnenhof Großaspach mit 2:0 (0:0) den dritten Sieg in einer Woche. «Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Zunächst hat sich meine Elf für ihren Einsatz aber nicht belohnt, dann aber im zweiten Durchgang nicht nachgelassen», sagte CFC-Trainer Karsten heine zufrieden. Vor 6081 Zuschauern erzielten der Großaspacher Shqiprim Binakaj (54./Eigentor) und Stefano Cincotta (88.) die Tore.

Rot-Weiß Erfurt blieb mit einem 0:0 bei den Stuttgarter Kickers auch im elften Spiel in Folge sieglos. Trainer Christian Preußer muss die Hoffnungen auf seinen ersten Sieg im Amt nun auf das Saisonfinale am Samstag setzen. Hansa Rostock wird die Daumen drücken. Sollten die Thüringer daheim gegen die SpVgg Unterhaching punkten, sind die Mecklenburger gerettet. Egal, wie ihr Gastspiel in Dresden ausgeht.

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